SCHREIBWETTBEWERB
Hänsel & Gretel reloaded
Schreibwettbewerb in 1LIVE mit Dietz und Terhoeven
In Frankfurt ist Buchmesse, in 1LIVE schreiben wir diese Woche
Geschichte: Jeden Morgen küren wir die beste Fortsetzung von
"Hänsel & Gretel reloaded".
Das war einmal...
Grimms Märchen sind olle Kamellen, höchste Zeit, sie
ins 21. Jahrhundert zu beamen. Beispiel "Hänsel &
Gretel": Die Generation Tokio Hotel kann man mit popligen
Lebkuchenherzen wohl kaum mehr locken. Und Hexen mit Kinderfimmel
hocken heutzutage nicht allein im Wald - sondern heiraten David Beckham.
Mit Navi im Märchenwald?
"Zum Hexenhaus? Nach 200 Metern rechts abbiegen."
Deshalb: Ihr schreibt mit uns Geschichte und textet
"Hänsel und Gretel" neu. Den Anfang geben wir euch
vor - ihr bestimmt, wie die Story weitergeht: Hat Hänsel ein
Navi dabei und findet so die Brotkrümel wieder? Welche Frisur
lässt Gretel sich beim Waldfriseur schneiden? Und was
hört die Hexe eigentlich auf ihrem MP3-Player?
Gewinn: Eigene CD vom Märchenonkel
Wir lesen die lustigsten, coolsten, tragischsten Texte jeden Morgen
zwischen 5 und 10 Uhr in 1LIVE mit Terhoeven und dem Dietz vor,
küren die beste Fortsetzung des Tages und stellen sie ins
Netz. Am Samstag ist die Story dann komplett, und die jeweiligen
Tagesgewinner bekommen sie von einem echten
"Profi-Märchenonkel" eingesprochen auf CD geschenkt.
Das Ganze, also Story und Track vom Profi-Märchennonkel, gibt
es natürlich auch hier auf 1live.de.
Kopftuchzwang für Hexen? 2008 vielleicht keine schlechte Idee.
Setzt eurer Phantasie keine Grenzen, seid zügellos,
abgehoben, wild und visionär. Nur befolgt diese drei kleinen
Regeln (Regeln gibt's in Märchen ja immer): Eure
Story-Fortsetzung sollte nicht länger als 80 Wörter sein,
der Text muss auf den Schlusssatz enden, den wir euch vorgeben und
wenn ihr eine der CDs gewinnen wollt, solltet ihr eine Emailadresse
mitposten. Und jetzt genug der Vorrede - lasst es raus!
Hier der Anfang:
Irgendwo in einer großen, großen Stadt
wohnte einmal ein armer, alter Aktienhändler (Vater), dem ging
es so schlecht, dass er seine Kinder im Wald aussetzen musste. Nach
einer endlos langen und abenteuerlichen Fahrt in Bus und Bahn quer
durch verschiedene Verkehrsverbünde, nahm er Hänsel und
Gretel an der Hand, führte sie vorbei an unheimlich
spießigen Schrebergärten und ließ sie in
den tiefen, dunklen Wald laufen. Unter Tränen
verabschiedete er sich von seinen Kindern mit den Worten:
"Kommt nicht vom Weg ab, meine Engelchen, das ist
Naturschutzgebiet"...
Fortsetzung 1 - von Tagesgewinnerin
Nicole Gruschinski
Sie liefen weiter in den Wald, vorbei an lustig wuchernden
wilden Müllkippen. Da sahen sie eine alte Wellblechhütte,
davor saß ein alter Mann und rauchte Pfeife. Die beiden
stellten sich höflich vor und fanden bewunderne Worte für
seine Hütte, doch er schimpfte nur und schrie: "Ich nehme
diesen Preis nicht an!!" Da bekamen die zwei doch Angst und
liefen weiter. Und nach drei Tagen ohne Essen, Handy und
Märchenfiguren-VZ waren Hänsel und Gretel fix und alle,
brachen auf dem "Waldlehrpfad" zusammen und
halluzinierten von einer riesen- großen-mega Portion Pommes
Rot-Weiß.
Fortsetzung 2 - von Tagesgewinner
Rene Hennig
Plötzlich wurden die zwei aus Ihrem Pommes-Delirium
gerissen. Sie hörten eine Stimme sagen: "Das
Kaffeemännchen ist da. Mhhh!" Voller Hoffnung machten
sich Hänsel und Gretel auf den Weg in Richtung Stimme. Sie
liefen quer durchs Naturschutz-Gebiet, vorbei an
Datenschützern und Finanzleichen. Doch noch bevor Sie die
Tante mit dem Kaffee gefunden hatten, sagte Hänsel mit
aufgeregter Stimme: "Sieh' mal Gretel ein Lebkuchenhaus,
das ist ja wie auf'm Weihnachtsmarkt!" Hänsel klopfte
an die Tür: "Gibt's hier auch
n'Glühwein?!"
Fortsetzung 3 - von Tagesgewinnerin
Susanna
Eine alte Frau riss die Tür auf. "Klar habe ich
Glühwein! Wie uncool, wenn es nicht so wäre. Ich bekomme
gleich Besuch", röchelte sie und setzte ein Lächeln
auf, das aufgehellte Zähne und ein Lippenbändchenpiercing
enthüllte. Der Duft von Maggi fix stieß ihnen entgegen
und penetrantes Parfüm strömte von der Alten aus, das an
teures Benzin erinnerte. "Das perfekte Dinner kennt ihr
bestimmt! Leider ist mein Fleisch verdorben! Aber sicher könnt
ihr mir helfen?", fragte sie mit einer einladenden
Handbewegung. Als sie das sah, ging Gretel ein Licht auf und sie
sagte zu sich: "Die Alte hat doch einen an der Klatsche, der
schau' ich lieber auf die Finger."
Schlusskapitel - von Britta aus
Bonn
Hänsel aber schrie: "Kein Glühweinaroma in
der Luft und keine Biokost??! Du musst eine böse Hexe
sein!" Er schnappte sich seinen
Schweizer-Taschen-Baseballschläger und zog ihn der Alten
über den wasserstoffblond gefärbten Schädel. Es
knallte und grüner Funkennebel sprühte, als
plötzlich ein kleines Albino-Eichhörnchen vor ihnen stand
und posaunte: "Endlich frei!! Dafür erfülle ich euch
einen Wunsch!" Die Geschwister baten schnell: „Schick
uns nach Hause". Und Paff! Ein weiterer Knall und die beiden
standen vor ihrem Vater, der sich gerade einen Roibusch-Tee
aufbrühte.
Der Vater war noch viel älter geworden und es ging ihm
noch viel bescheidener. Aber als er seine beiden Kinder wieder sah,
strahlte er übers ganze Gesicht. "Endlich meine
Engelchen, jetzt sind wir eine richtige Familie!" "Du
sagst es", antwortete Gretel,"jetzt schicken wir dich ins
Altenheim!" Und wenn sie nicht gestorben sind, dann trinken
sie noch heute Tee.
Das war Hänsel und Gretel reloaded
in der Version 2008, geschrieben und erdacht von Nicole
Gruschinski, Rene Hennig, Susanna und Britta aus Bonn - und 1LIVE.
Und das sind alle von euch erdachten Schlusskapitel zum
Nachlesen.
"Hänsel und Gretel reloaded" vom Märchenonkel
gelesen:
Sofort anhören:
Bisherige Beiträge
Am 18.10.2008 01:53 Uhr schrieb Freddy (21 J)Ort: Köln
Sie folgten der alte Dame ins Haus. Eine Pizza Tonno mit viel thunfisch sagte Gretel als sie den großen Ofen im Haus sah. Sie schnappte sich einen Stuhl, einen Schnaps und setze sich an den Tisch im Käfig. "Geil", dachte Hänsel, "Pizza essen im SM-Studio, davon habe ich immer geträumt".
Nach einigen Wochen hatte sich der Aktienkurs wieder gefangen und Amerika hatte einen schwarzen Präsidenten: Ihren Vater.
Am 17.10.2008 23:35 Uhr schrieb Sascha Hanke (21 J)Ort: Zülpich
Am anderen Ende der Stadt, da wo die grauen Wolken noch hoch über den Wolkenkratzern liegen, sitzt der arme alte Vater auf der Bank mit seiner aktuellen Ausgabe des Handelsblatt. "Was habe ich nur falsch gemacht?" Meine Frau ist weg, meine Kinder sind weg und mein Geld habe ich auch verloren", seufzte er und Tränen liefen seine Wangen hinunter. "Ich muss sie suchen". Er kehrte in den Wald zurück.
Am 17.10.2008 22:34 Uhr schrieb Tamara Williamson (18 J)Ort: Goch
Als Hänsel und Gretel mit ins Haus gingen, wurden sie von der alten Dame direkt Böse angesaugt. "Glühwein...tzz. Ich bekomme gleich Besuch, hier aufräumen, putzen, Fleisch klopfen...". Die zwei guckten erschrocken. Plötzlich hörten sie eine Stimme: "Sie müssen ihre Kinder auch so Akzeptieren wie sie sind. Wenn sie nicht gehorchen, dann müssen sie die beiden auf die Stille Treppe verbannen." Als Hänsel und Gretel die Super Nanny erkannten, dachten sie sofort, da kann nur einer helfen! Peter Zwegat, der Schuldnerberater! Der ging auch direkt zur Sache, und Rechnete der alten Dame vor, wie viel teurer der Unterhalt der Kinder sei. So wurden sie wieder aus dem Häuschen verbannt. Glücklicherweise stand das Quiz Taxi vor der Tür. Sie wurden nach Hause gefahren und Verdienten nebenbei viel Geld, sodass sie ihrem Vater aus der Klemme helfen konnten.
Am 17.10.2008 22:33 Uhr schrieb Sascha Hanke (21 J)Ort: Zülpich
Am anderen Ende der Stadt, da wo die grauen Wolken noch hoch über den Wolkenkratzern liegen, sitzt der arme alte Vater auf der Bank mit seiner aktuellen Ausgabe des Handelsblatt. "Was habe ich nur falsch gemacht?" Meine Frau ist weg, meine Kinder sind weg und mein Geld habe ich auch verloren", seufzte er und Tränen liefen seine Wangen hinunter. "Ich muss sie suchen". Er kehrte in den Wald zurück.
Am 17.10.2008 20:26 Uhr schrieb Fiona Gundermann (12 J)Ort: Iserlohn
Sie folgten der Frau in die Küche, wo viel Grünzeug lag. Daraus sollten sie leckere Sachen zubereiten. Aber Hänsel und Gretel hatten nicht den leisesten Schimmer,
wie sie das anstellen sollten, da sie früher oft bei McDonald gegessen hatten."Tschuldigung, aber wir wissen nicht wie das geht.",sagte Gretel. Daraufhin jagte die Alte die beiden aus dem Haus. Im Wald kam ihnen ihr Vater entgegen.
Am 17.10.2008 20:01 Uhr schrieb Annka (18 J)Ort: Hagen
Gretel schaute verdattert, als sie sah, dass der Bibi-Blocksberg-Verschnitt begann den Kessel mit Spinnenbeinchen zufüllen. Hänsel fragte sichtlich erregt: “Hat der Sprecher vom Perfekten Dinner nicht eine süße Stimme?“ Gretel schaute nur sparsam und beobachtete, dass die Hexe Duftaromen untergemengt hatte. Es roch herrlich nach Kölnisch Wasser. Plötzlich klopfte es. Wer war es nur? Eine spürbar alte Stimme mit verschmitztem Tonfall war zu hören:“ Oooooh, wie das duftet! Ich gebe dir 8 Punkte, die Deko lässt aber zuwünschen übrig !!“
Am 17.10.2008 19:26 Uhr schrieb Sven Vetter (27 J)Ort: Nideggen
Hänsel vertraute der Alten sofort und ließ sich bekochen.Er gab dem Essen eine 7 da ihm so war als schmecke das Fleisch seltsam.Gretel konnte wärdend die Alte Hänsel mit geiferndem Blick anstarrte das Haus untersuchen und fand ein Buch mit dem Titel "The Joy to Cook a Human" Gretel roch den Braten und handelte! Sie zog ihre Ray Ban an und hechtete in Zeitlupe zurück zu Hänsel. Die Alte stant hinter ihm mit erhobenem Messer. Grettel verpasste ihr einen Tritt der sie in den nahestehenden Ofen beförderte. Grettel packte Hänsel ,der nix raffte, am Arm und rannte mit ihm den weg zurück den sie gekommen waren. Das letzte was die beiden hörten war eine Explosion gefolgt von einem regen aus Lebkuchenstückchen.
Am 17.10.2008 19:23 Uhr schrieb Natalie (27 J)Ort: Bochum
Doch ehe Gretel Hänsel zurückhalten konnte, sagte dieser zu der Alten:"Hey, gar kein Problem, wir haben vorhin im Wald einen toten Dax gefunden, der passt doch bestimmt gut in deine Suppe."Stinkender Atem hüllte Hänsel und Gretel ein, als die häßliche Hexe ihren zahnlosen Mund aufriß und hämisch kicherte.Da rief eine Stimme aus dem Dunkeln:"Ich bin Dow Jones, laß meine Kinder in Ruhe!"Das konnte doch nur Vater sein!
Am 17.10.2008 19:15 Uhr schrieb Keneth Dietrich (17 J)Ort: Leverkusen
"Darf ich euch meine Schwester vorstellen?" fragte die Hexe, und öffnete ihren Ikeaschrank. "Sag hallo Angie" brüllte sie solaut das Hänsel die teure Cap vom Kopf fiel. Langsam kam eine misgebildete Gestalt aus der Dunkelheit des Schrankes. Hänsel würgte und Gretel fing an zu schreien: "Igitt, damit bekommst du 1000 Minuspunkte in Deko" Das ließ sich die Hexe nicht gefallen und rief ihren vater an
Am 17.10.2008 19:03 Uhr schrieb Meike Bausch (18 J)
Während Gretel, der buckligen Dame über die Schulter sah, wühlte Hänsel unbemerkt in ihren Vorräten rum. Als er in alten Gurkelkläsern eingelege Körperteile fand, sturrtete er zu seiner Schwester und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Kurz darauf, schubsten sie jene, die eine Hexe zu sein schien, in den bereits vorgeheizten Elektroofen, mit Energieeffizenzklasse A++. Dann klopfte es. Dort stand plötzlich ihr Vater.
Stand: 14.10.2008