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Von Dennis Horn
Facebook beherrscht die
Welt im Netz - und will, dass ihr dort all eure Daten mit jedem
teilt. Davon lebt das Netzwerk. Vor allem davon, dass es diese
Daten dann an Werbekunden weitergeben kann. Wenn es um
Privatsphäre geht, macht Facebook euch deshalb das Leben schwer.
Wichtige Einstellungen haben die Macher zum Teil gut versteckt. Sie sind immer wieder kompliziert beschrieben, so dass man noch nicht einmal Lust hat, Hand anzulegen. Und es gibt von Zeit zu Zeit Änderungen, die dazu führen, dass man als Nutzer völlig verwirrt ist. Worauf ihr achten solltet, steht in dieser Checkliste.
Die entsprechenden Seiten, über die ihr die Einstellungen regeln könnt, haben wir euch hinter jedem Punkt verlinkt. Dorthin gelangt ihr aber nur, wenn ihr gerade auch bei Facebook eingeloggt seid. Zum Teil müsst ihr außerdem noch in einzelne Untermenüs wechseln.
Jeder, der euren Namen kennt, kann euch problemlos finden - nämlich dann, wenn er ihn bei Google oder im Suchfeld in Facebook eingibt. Beide Möglichkeiten könnt ihr einfach abstellen. Bei Google braucht es allerdings ein paar Wochen, bis euer Profil dann auch tatsächlich aus den Suchergebnissen verschwindet.
Innerhalb von Facebook könnt ihr außerdem verhindern, dass Unbekannte euch als Freunde hinzufügen oder euch Nachrichten schicken können. Bei diesen Einstellungen solltet ihr aber beachten, dass ihr euch nicht komplett abschottet - nachher können sich Leute gar nicht bei euch melden, von denen ihr eigentlich gern gehört hättet.
Facebook kennt mehrere Grundeinstellungen für eure Privatsphäre. Diese regeln, wer welche eurer Daten und Inhalte zu sehen bekommt. Ihr könnt diese Einstellungen für Statusmeldungen und Fotos, für eure Biografie oder für Angaben zu eurer Familie getrennt regeln - meistens direkt neben den einzelnen Beiträgen oder Informationen über euch:
Öffentlich/Alle - Jeder Facebook-Nutzer auf der ganzen Welt kann eure Inhalte sehen.
Freunde von Freunden - Nicht nur eure Freunde, sondern auch deren Freunde sehen eure Inhalte. Vorsicht mit dieser Option: Bei 50 Freunden, die alle wieder 50 Freunde haben, sehen schon 2.500 Leute eure Inhalte, bei jeweils 300 Freunden wären es 90.000.
Freunde - Nur die Leute sehen eure Inhalte, die ihr auch als Freunde akzeptiert habt. Diese Einstellung empfehlen wir für alle Inhalte als Grundeinstellung.
Benutzerdefiniert - Mit dieser Option könnt ihr entscheiden, welche Nutzer genau eure Inhalte sehen dürfen - oder andersherum nicht sehen sollen.
Für einzelne Inhalte könnt ihr auch von diesen Einstellungen abweichen: Wenn ihr euren Status aktualisiert oder neue Fotos hochladet, könnt ihr links neben dem Button "Posten" einstellen, wer diesen Inhalt sehen darf. Das ist übrigens auch nachträglich für alle einzelnen Einträge auf eurer Profilseite möglich.
Den Kollegen von der Arbeit erzählt ihr im wahren Leben ja auch nicht alles, was ihr nur mit euren besten Freunden teilt. In Facebook muss es nicht anders sein: Es ist möglich, dass ihr zum Beispiel zwischen engen Freunden, Bekannten, Familie und Kollegen unterscheidet.
Die beiden Hauptlisten: "Enge Freunde" und "Bekannte". Mit diesen Listen könnt ihr einstellen, dass flüchtige Bekannte nicht eure Handynummer sehen - und die Kollegen von der Arbeit nicht die Partyfotos vom letzten Wochenende.
Die freien Freundeslisten. Wenn ihr noch genauer unterscheiden wollt, zum Beispiel nach Freunden aus dem Sportverein, früheren Schulfreunden oder Leuten, die ihr nur übers Netz kennt, könnt ihr selbst auch weitere Listen anlegen.
Die automatischen Freundeslisten. Facebook scannt euer Profil und legt Listen mit Leuten an, die zur gleichen Schule gegangen sind, den gleichen Arbeitgeber haben oder die gleiche Uni besuchen wie ihr. Wenn euch jemand in diesen Listen fehlt, weil er Schule, Arbeitgeber oder Uni nicht eingetragen hat, könnt ihr ihn nachträglich hinzufügen.
Gerade diese Freundeslisten machen etwas Aufwand: Ihr müsst auf die Profilseite jedes einzelnen Freundes gehen und dort oben über den Button "Freunde" die Listen anklicken, in denen ihr diesen Freund einsortieren möchtet. Habt ihr diese Listen dann aber einmal angelegt, könnt ihr sie fast überall in den Privatsphäre-Einstellungen oder beim Posten von neuen Inhalten nutzen.
Lästige Personen könnt ihr blockieren. Sie können dann nur noch in Anwendungen oder Spielen mit euch in Kontakt treten, die ihr beide nutzt. Wenn ihr mit den Leuten noch befreundet bleiben wollt, euch aber nur deren Veranstaltungs- oder Anwendungseinladungen nerven, könnt ihr auch nur diese blockieren. Einmal blockierte Personen könnt ihr über die Einstellungen auch wieder "entblocken".
Spammen Personen euch zu, könnt ihr auf eurer Startseite auf den Haken klicken, der rechts oben über ihren Beiträgen erscheint, wenn ihr mit der Maus darüber fahrt.
Wird es richtig hart, könnt ihr einzelne Personen an Facebook melden. Dazu klickt ihr auf den Link "Melden/Blockieren" auf deren Profilseite. Facebook bekommt allerdings viele solcher Meldungen. Es kann also dauern, bis sich etwas tut.
Die Fotos vom Cocktailabend muss nicht jeder sehen. Also verhindert am besten, dass sie plötzlich auf eurer Pinnwand erscheinen.
Natürlich kann jeder Fotos von euch hochladen oder euren Namen in eine Statusmeldung schreiben. Ihr könnt aber einstellen, dass ihr jeden Beitrag, in dem ihr markiert wurdet, erst bestätigen müsst. Tut ihr das nicht, wird er auch nicht in eurem Profil angezeigt. Ihr könnt auch generell verhindern, dass Freunde an eure Pinnwand schreiben - oder einfach regeln, wer diese Pinnwandeinträge von euren Freunden dann sehen darf.
Stand: 02.11.2011
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