Skiplinks / Sprungmarken


On Air

Sabine Heinrich; Rechte:

Sabine Heinrich




Sie befinden sich hier:Link: WDR.deLink: 1LIVELink: MagazinLink: Die Wolke wächst


Magazin

Die Wolke wächst

Apple startet neuen Dienst iCloud

Von Dennis Horn

Apple macht die Kabel überflüssig und schickt eure Daten ins Netz. iCloud synchronisiert Kalender, Adressen, E-Mails, Fotos, Apps oder Musikdateien mehrerer Apple-Geräte, ohne dass ihr euch kümmern müsst. Praktisch - und gefährlich.

"That was not our finest hour." Dass Apple-Chef Steve Jobs einräumt, Mist gebaut zu haben, kommt auch nicht alle Tage vor. Aber es ist so: Bei all den Erfolgen hat das Unternehmen auch einen Riesenflop hingelegt. Der heißt "MobileMe" und ist ein Dienst, der dafür sorgen soll, dass alle Daten immer aktuell sind - auf allen Apple-Geräten gleichzeitig.

Eine solche Lösung ist nötig. Denn in der neuen stylishen Gadget-Zeit besitzen Fans des Herstellers oft nicht mehr nur den Computer zu Hause, sondern zusätzlich das Smartphone, den Tablet-Computer oder andere Geräte. Die wollen und müssen gepflegt werden. Doch MobileMe war ein Reinfall: Abstürze, verschwundene Dateien, Synchronisationsprobleme.

In San Francisco hat Apple jetzt iCloud vorgestellt - damit könnte das Unternehmen die Probleme beseitigen. Der Dienst liefert erst einmal nichts Neues: Es gibt schon lange hervorragende Anbieter wie Dropbox, über die man Daten zwischen verschiedenen Rechnern hin- und herfliegen lassen kann. Aber wie immer setzt Apple diese Technik jetzt so um, dass sie sich nicht mehr nach Technik anfühlt.

Versöhnung zwischen Musikindustrie und Raubkopierern?

Vorstellung von iCloud, Rechte: dpaBild vergrößern

iCloud synchronisiert die Daten aller Geräte innerhalb von Sekunden.

Bei der Vorstellung von iCloud dauerte die Synchronisation zwischen den verschiedenen Geräten oft nur Sekunden. Der kostenlose Dienst regelt alles von allein, synchronisiert Kontakte, Kalendereinträge oder E-Mails, genauso Dokumente, Apps, E-Books - und Musik. Songs, die man dann zum Beispiel am Handy bei iTunes kauft, landen auch auf den anderen Geräten.

Wer Geld zahlt, für den gilt das auch bei allen Songs, die sich bisher schon in seiner Bibliothek befinden - und die vielleicht gar nicht bei Apple gekauft wurden. Für diesen Dienst mit dem Namen "iTunes Match" hat Apple lange mit der Musikindustrie verhandelt, schließlich könnten sich unter den Songs, die Nutzer auf ihren Festplatten haben, auch Raubkopien befinden. Die würden mit iTunes Match legalisiert. Der Dienst wird die Nutzer 25 Dollar im Jahr kosten und erst einmal nur in den USA an den Start gehen.

Apple bleibt sich also treu, was schnelle und nutzerfreundliche Dienste angeht. Wie bei allen Giganten der Szene sammelt das Unternehmen aber natürlich auch hier massenhaft Daten. Hacker lecken sich wahrscheinlich die Finger danach wund, Schwachstellen im Rechenzentrum zu finden, das Apple für iCloud in den Wald von North Carolina gesetzt hat. Wer das schafft, könnte damit den Sensationsangriff auf Sony vergessen machen.

Nutzerfreundlich, aber gefährlich

Ein paar Fragen sind noch nicht beantwortet: Werden die Daten online verschlüsselt? Wie würde Apple reagieren, wenn die US-Regierung für den Kampf gegen Terror, Kinderpornografie oder Raubkopien Zugriff verlangt? Wird Apple die Inhalte kontrollieren, die Nutzer hochladen, so wie es im App Store kontrolliert, dass bloß keine nackten Brüste online gehen?

Diese Fragen müssen sich natürlich alle Unternehmen gefallen lassen. Und wie alle, bleibt Apple noch viele Antworten schuldig. Die Cloud wird immer größer - und damit auch die Frage nach der Sicherheit unserer Daten. Und immer, wenn ein einzelnes Unternehmen Massen an Daten auf seinen eigenen Servern hat, wird es auch potenziell gefährlich. Klar ist: Es werden auch sensible Daten auf den Servern von Apple landen - zum Beispiel von unvorsichtigen Mitarbeitern von Firmen.

Und nicht zu vergessen: Wer in iCloud einsteigt, macht sich noch weiter abhängig. Apple weiß alles über seine Nutzer, und die werden es im Gegenzug schwierig haben, wieder aus dem System auszusteigen. All die Daten, die Musik, die Kalender- und Adressbucheinträge auf andere Systeme zu übertragen, hat man es sich einmal in iCloud gemütlich gemacht, wird eine große Hürde. Das System wird eine Art Lebensversicherung für Apple, und die Nutzer wandern offenen Auges in ein bequemes Gefängnis.

Stand: 07.06.2011

Seite empfehlen:

Über Social Bookmarks

PLAYLIST AKTUELL

Playliste für 1Live
Uhrzeit Interpret und Titel
12:39 Blink 182
What's my age again
12:35 OneRepublic
Love Runs Out
12:30 Sido feat. Mark Forster
Einer dieser Steine

Player

Radiogerät; DPA

Webradio

Online 1LIVE hören. [1LIVE Player]

Channels und Podcasts


Ansgar Brinkmanns Kolumne in 1LIVE

Ansgar Brinkmann; dpa / bernd thissen

Der weiße Brasilianer

Bei anderen Sendern heißen die Fußball-Kolumnisten Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus oder Oliver Kahn... Die können mit vielen Worten wenig sagen? Brauchen wir nicht! [mehr]


Nerd-Blog

Netzwelt; Hoch Zwei/Philipp Szya

Dennis Horn bloggt

Ihr wollt abgefahrene Neuheiten aus dem Netz? Dann erfahrt ihr es auf unserem "Nerd-Blog". [mehr]


Sendungen

Jason Derulo; WDR/FUXIUS

Stars in 1LIVE

1LIVE holt die bekanntesten Künstler und die besten Newcomer ins Studio. Die Studiogäste im Überblick. [Studiogäste]


TAGESÜBERSICHT
00.00 Uhr01.00 Uhr02.00 Uhr03.00 Uhr04.00 Uhr05.00 Uhr06.00 Uhr07.00 Uhr08.00 Uhr09.00 Uhr10.00 Uhr11.00 Uhr12.00 Uhr13.00 Uhr14.00 Uhr15.00 Uhr16.00 Uhr17.00 Uhr18.00 Uhr19.00 Uhr20.00 Uhr21.00 Uhr22.00 Uhr23.00 Uhr
1LIVE Fiehe
1LIVE Fiehe: Songs & Storys
1LIVE Nacht
Musik und Comedy für den Sektor bei Nacht
1LIVE mit Olli Briesch und dem Imhof
Die tägliche, aktuelle Morgen-Show in 1LIVE
1LIVE mit Frau Heinrich
Freundschaft im Job, Bundesligaserie: 1. FC Köln, Digitale Agenda
1LIVE Beeck und Michaelsen
Der Nachmittag in 1LIVE
1LIVE mit Anika Wiesbeck
1LIVE mit Anika Wiesbeck: Die Themen des Tages im Sektor
1LIVE Plan B
Der Abend in 1LIVE - im Zeichen der Popkultur
1LIVE Talk

Startseite WDR.de

1LIVE/WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.

© WDR 2014

Impressum