Skiplinks / Sprungmarken
Magazin | Endlich Mitwisser
Von Holger Wormer
Warum schmeckt Scharfes eigentlich scharf und warum reagiert mein ganzer Körper darauf? Professor Holger hat die Antwort und erklärt, was Wissenschaftler meinen, wenn sie vom "schönen Schmerz" reden.
Die Geschmacksrichtung "scharf" hat auch für Wissenschaftler eine ganz besondere Qualität, einige Forscher sprechen sogar vom "schönen Schmerz". Denn im Unterschied zu anderen Grundgeschmacksrichtungen wie süß oder salzig, deren Erlebnis vor allem von den Geschmacksnerven der Zunge ans Gehirn übertragen wird, gibt es für Schärfe einen anderen Signalweg. Hier sind Nerven im Spiel, die sonst mechanische Reize, Kälte, Wärme und im Extremfall eben Schmerzen melden. Dazu sind auch keine Geschmacksknospen auf der Zunge nötig, die zum Beispiel speziell auf Zuckermoleküle reagieren.
Bei scharfen Sachen ähnelt das Ganze schon eher dem, was passiert, wenn man die Haut mit einer Chemikalie nervt, etwa die Hände beim Putzen mit einem - im übertragenen Sinne - "scharfen Reinigungsmittel reizt. Die Ähnlichkeit des Erlebnisses von Scharfem mit einem brennenden Schmerz erklärt bereits recht gut, warum man nicht nur auf der Zunge etwas davon hat.
Im Detail ist der ganze Verkehr auf den Nervenbahnen natürlich noch ein wenig komplizierter, so kann man sich an die Schärfe zum Beispiel auch gewöhnen. Spannender ist aber vielleicht eine andere Frage: Warum tut man sich den schönen Schmerz eigentlich so gerne an? Immerhin verschmähen kleinere Kinder und in Experimenten selbst die meisten Tiere zunächst einmal zu scharfe Nahrung. Erst mit zunehmendem Alter beginnen manche Menschen, die Schärfe von Mal zu Mal mehr zu schätzen.
Ein Erklärungsansatz zieht hier ebenfalls Parallelen zu (leichten!) Schmerzen oder zu bestimmten Risiken vom Bungee-Jumping bis zur schwarzen Skipiste. Denen setzt man sich ja ebenfalls aus, um einen Kick zu bekommen, der für den unangenehmen Teil des Ganzen dann mehr als entschädigt. Und natürlich hat das außerdem mit Moden und sozialen Faktoren zu tun, frei nach den Motto: "Wer dieses Chili noch essen kann, ist der Härteste." Auf der anderen Seite sprechen in südlichen Ländern aber tatsächlich gute Gründe für scharfes Essen: Viele scharfe Gewürze haben eine konservierende Wirkung und töten Mikroben ab, die sich in der Wärme sonst viel besser vermehren würden. Teilweise ist scharf also sogar gesund.
Stand: 10.02.2011
| 00.00 Uhr | 01.00 Uhr | 02.00 Uhr | 03.00 Uhr | 04.00 Uhr | 05.00 Uhr | 06.00 Uhr | 07.00 Uhr | 08.00 Uhr | 09.00 Uhr | 10.00 Uhr | 11.00 Uhr | 12.00 Uhr | 13.00 Uhr | 14.00 Uhr | 15.00 Uhr | 16.00 Uhr | 17.00 Uhr | 18.00 Uhr | 19.00 Uhr | 20.00 Uhr | 21.00 Uhr | 22.00 Uhr | 23.00 Uhr |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
1LIVE Nieswandt 1LIVE Nieswandt: Elektronische Melodien aus Deutschland und dem Rest der Welt | 1LIVE Domian 1LIVE Domian: Die Telefon-Talkshow auf 1LIVE und im WDR Fernsehen Thema: Familie Hotline: freecall 0800/2205050 / Fax: 0800/2205051 | 1LIVE Nacht Musik und Comedy für den Sektor bei Nacht | 1LIVE mit Olli Briesch und dem Imhof Der MSV Duisburg bekommt keine Zweitliga- Lizenzwir sprechen über die Folgen, Wir sprechen über die neuen Kinofilme | 1LIVE die Schorn-Show Sind Tierversuche ok?, 1LIVE Kino: Die Monster Uni | 1LIVE Beeck und Michaelsen Der Nachmittag in 1LIVE | 1LIVE mit Anika Wiesbeck 1LIVE mit Anika Wiesbeck: Die Themen des Tages im Sektor | 1LIVE Plan B Der Abend in 1LIVE - im Zeichen der Popkultur | 1LIVE Krimi 1LIVE Krimi: Der Thrill vor Mitternacht | |||||||||||||||
Seite empfehlen:
Datensicherheit ist uns wichtig. Deshalb hier der Hinweis: Solltet ihr diese Felder per Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google übertragen. Klickt auf das "i" und erfahrt mehr darüber.
Möchtest du deine Einstellungen speichern?
Über Social Bookmarks