Skiplinks / Sprungmarken
MAGAZIN
Von Angie Reinhardt
Glückliche Iraner! Haben jedes Jahr einen 29. Februar übrig. Diese und andere zwar vielleicht nur bedingt nützliche, aber garantiert spaßige Fakten zum Schalttag haben wir hier für Euch zusammengestellt...
12.000 Sektorkinder feiern am 29. Februar nach vier Jahren
endlich mal wieder am "richtigen Tag" Geburtstag.
Darunter sind dann auch...
368 Düsseldorfer
362 Essener
201 Bonner
191 Münsteraner
220 Bielefelder und
625 Kölner
Die jüngsten Geburtstagskinder von ihnen werden vier
Jahre alt und feiern damit zum ersten Mal an ihrem wirklichen
Geburtsdatum. Die ältesten Geburtstagskinder sind vor 96
Jahren auf die Welt gekommen und können immerhin zum 24. Mal
am richtigen Tag feiern.
[Quelle: Statistisches Landesamt, Düsseldorf]
Nach altem irischen Brauch ist der 29. Februar der Tag, an dem die Frauen den Männern einen Heiratsantrag machen dürfen. "The Lady's Privilege " nennen die Iren diesen Tag. Er hat seinen Ursprung in einer alten Heiligenlegende über St. Bridget und St. Patrick. Der Legende nach überredete Bridget Patrick dahingehend, den Frauen auch mal das Recht einzuräumen, um die Hand ihres Geliebten anhalten zu können. Patrick schlug vor, den Frauen dieses Privileg alle sieben Jahre einzuräumen. Viel zu wenig, befand Bridget, und setzte durch, diese Tradition auf vier Jahre zu verkürzen.
Iraner haben jedes Jahr einen 29. Februar übrig - mehr
noch, oft hat ihr Monat "Esfand" (der etwa
unserem Februar entspricht) sogar 30 Tage! Wer jetzt denkt, hey
super, können die in Teheran entspannt zwei Tage
länger Wasserpfeife rauchen, unterschätzt das 3000 Jahre
alte Faible der Perser für höhere Mathematik: Es ist
nämlich eher zu vermuten, dass sie diese zusätzlichen
Tage nutzen werden, um den Kalender für's restliche Jahr
auszuknobeln.
Kostprobe gefällig? Also: Die ersten sechs Monate des
iranischen Jahres haben je 31 Tage, die folgenden fünf
Monate je 30 Tage. Dazu kommt noch ein Schaltmonat von 29 oder
30 Tagen. Neujahr ist jeweils in dem Moment, in dem der
Sonnenmittelpunkt die aufsteigende Ekliptik schneidet. Der Tag, auf
den dieses Ereignis fällt, wird im Iran groß gefeiert -
allerdings nur, wenn der astronomische Frühlingsbeginn vor
12.00 Uhr mittags iranischer Zeitrechnung eintritt. Sonst wird das
Neujahrsfest ("Nowruz") auf den folgenden Tag
verschoben. Diese Regelung bewirkt, dass zwar eigentlich jedes
vierte Jahr ein Schaltjahr ist, in mehr oder weniger
regelmäßigen Abständen jedoch ein
fünfjähriges Schaltintervall eingeschoben werden muss,
und...
Okay, wir hören auf. Internationale Kalendarik ist was für Mathe-Freaks. Für die gilt: Seht sie euch ruhig an, die Kalendersysteme der Burmesen, Chinesen, Araber und Afghanen, der Juden, Kopten und Kelten - ein großer Spaß.
- Martin Suter, Schweizer Krimi-Schriftsteller
(u.a."Ein perfekter Freund")
- Aileen Wuornos, amerikanische
Serienmörderin (oscarprämiert verkörpert von
Charlize Theron in dem Hollywood-Drama "Monster")
- Cheb Khaled, Star der algerischen
Raï-Musik (größter Hit war "Aisha")
- Ja
Rule, US-amerikanischer Rapper (u.a. "Put it on me ")
- Lena Gercke, deutsches Model ("Germany's Next Topmodel
" 2006)
Die meisten der am 29. Februar geborenen Deutschen feiern ihren Geburtstag in Nicht-Schaltjahren übrigens trotzdem - meist am 1. März.
Hättet ihr's gewußt? Die "29" ist die kleinste Primzahl, die gleichzeitig die Summe dreier aufeinanderfolgender Quadratzahlen ist!
2² + 3² + 4² = 29. Voilà.
Ganz einfach: Weil das Jahr, rein astronomisch gesehen, nicht
glatte 365 Tage hat, sondern 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten
und 45,252 Sekunden - also etwa 1/4 Tag mehr. Um dieses Dilemma
wußte auch schon der römische Herrscher Julius Caesar,
weshalb bereits der von ihm eingeführte "julianische
Kalender" alle vier Jahre einen zusätzlichen Tag vorsah,
um die Rechnung auszugleichen. Doch so ganz genau ist dieser
Kalender noch nicht gewesen, weshalb Papst Gregor XIII. im Jahr
1582 die Schalttagsregelung für den "gregorianischen
Kalender" wie folgt anpasste:
Regel 1: Alle Jahre, die durch 4 teilbar
sind, sind Schaltjahre.
Regel 2: Alle Jahre, die durch 100 teilbar
sind, sind keine Schaltjahre.
Regel 3: Alle Jahre, die durch 400 teilbar
sind, sind wiederum Schaltjahre.
So kommt es, dass es in den Jahren 1700, 1800 und 1900 keinen 29.
Februar gab - im Jahr 2000 aber eben doch.
Beispiel & Rechnung der Uni StuttgartWarum Rechner den 29.2.1900 kennen.......das überaus wichtige Problem, dass Microsoft-Rechner aus verschiedenen, sehr komplizierten Gründen doch davon ausgehen, dass das Jahr 1900 einen 29. Februar aufwies, also ein Schaltjahr war.
Schalttag: Und jetzt? Eure Meinung im 1LIVE Gästebuch
Geboren am 29. Februar?Kein Problem - Geburtstag feiern zwischen den Schaltjahren geht
trotzdem...Stand: 09.07.2007
