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Musik | Eurovision Song Contest

Mit "Bördi" nach Baku

Unser Star für Baku: Jury-Präsident Thomas D im 1LIVE-Interview

Ab Donnerstag (12.01.12) wird "Unser Star für Baku" gesucht. Im Vergleich zum letzten Mal gibt es eine neue Jury und einen neuen Modus. Jury-Präsident Thomas D erklärt im 1LIVE-Interview alles Wissenswerte.

Thomas D zu Gast in 1LIVE, Rechte: WDR/NießenBild vergrößern

"Hier ist der Sänger. Damit kann man sich mehr identifizieren."

1LIVE: Warum spart ihr euch nicht die ganze Arbeit und schickt Lena wieder zum Eurovision Song Contest?

Thomas D: Stefan (Raab) und Lena haben ein Märchen Wirklichkeit werden lassen. Erster Platz nach - ich glaube - 25 Jahren, das muss man sich mal vorstellen. Selbst sie konnte das natürlich nicht toppen letztes Jahr, aber auch der zehnte Platz war ehrenwert.

1LIVE: Trotzdem wird es wieder ein Einzelinterpret sein. Einer von 20 Kandidaten wird es werden, warum nicht mal ein Duo oder eine Band?

Thomas D: War auch mein erster Gedanke: Lasst uns doch eine Band suchen! Doch dann kommen die Probleme dazu: 'Ey, geile Band, aber der Drummer ist Scheiße! Können wir nicht den Drummer aus der anderen Band nehmen? Und dann bräuchten wir aber noch einen neuen Gitarristen. Und der Bassist groovt überhaupt nicht...' Nein, ich glaube, so etwas funktioniert nicht. Ein junges Talent ist einfacher für die Leute. Es gibt einen Sänger, einen Künstler, mit dem man sich identifizieren kann. Ich glaube, das funktioniert als Format. 'Making The Band' oder so ist ganz schwer.

1LIVE: 20 habt ihr im Rahmen der Castings zusammengesucht. Hast du unter der Gruppe schon einen Favoriten? Oder haben alle die gleichen Chancen?

Thomas D: Ich finde, wir haben fünf bis sieben, die kommentarlos erster werden könnten - und jeder würde sagen: 'Jawohl, Recht habt ihr.' Wir haben Top-Kandidaten am Start, ich bin froh, dass ich die Auswahl nicht treffen muss. Und mir blutet schon das Herz, weil wir am Donnerstag fünf nach Hause schicken müssen. Das ist um jeden schade, ich danke auch jedem, der sich beworben hat. Und ich finde, wir haben wirklich eine hohe Qualität. Man müsste ja meinen, irgendwann ist Deutschland leer, talentfrei, weil sie alle schon bei irgendwelchen Castingshows waren. Aber nein, so ist es nicht.

Jury: Unser Star für Baku, Rechte: dpaBild vergrößern

Die Unser Star für Baku-Jury ist komplett: Alina Süggeler, Thomas D und Stefan Raab

1LIVE: Die Entscheidung - du hast es schon gesagt- trifft ab sofort das Publikum. Und da sind wir schon bei dem großen Unterschied zum letzten Mal, als Lena gewonnen hat. Es ist ein bisschen anders dieses Mal, wie funktioniert das genau?

Thomas D: Wir haben eine revolutionäre, neue Voting-Methode: Die erste Sendung fängt an, die ersten zehn Kandidaten treten wie eine Mannschaft auf. Jeder hat 30 Sekunden Zeit, um sich vorzustellen. Ab diesem Moment sind die Leitungen offen, du kannst für deinen Favoriten abstimmen. Die haben alle noch nicht gesungen. Aber du siehst jemanden - so wie Liebe auf den ersten Blick - und denkst: Oh, der ist geil, der ist süß...

1LIVE: Aber wir wollen die doch nach der Musik beurteilen...

Thomas D: Das ist ja nur die Startaufstellung, das ist so wie beim Qualifying in der Formel 1. Das erste Sympathie-Voting liefert uns die Plätze eins bis zehn. Jeder weiß danach, wo welcher Kandidat steht - die ganze Sendung über. Jetzt fängt der, der als zehnter am wenigsten Spontan-Sympathie bekommen hat, an zu singen. Dann denkst du daheim: Den habe ich vorher gar nicht bemerkt. Oder: Den fand ich irgendwie... Und dann kriegst du plötzlich Gänsehaut und denkst: Wow! Dann rufen Leute für den an - und er klettert, während er singt, auf Platz neun, acht, sieben, sechs... Die anderen gehen natürlich dementsprechend runter.

1LIVE: Und man sieht das die ganze Zeit?

Thomas D: Du siehst es die ganze Zeit. Es ist eine totale Offenheit, Ehrlichkeit und Spannung, bei der es nicht nur darum geht, wer der Beste ist. Sondern wir haben in der ersten Sendung leider fünf Leute, die nach Hause gehen. Das heißt, der Platz fünf ist der meistumkämpfte Platz in dieser Sendung. Und wenn du auf Platz sechs bist, dann willst du da natürlich noch hoch. Wenn der Jury-Präsident auch findet, dass du auf Platz sechs echt fehl am Platz bist, weil er dich wiedersehen will, dann richtet er sich neujahrsansprachenmäßig natürlich an Deutschland und sagt: 'Leute, was ist los? Ich will den wiedersehen! Der ist grandios, wählt den jetzt!' Wenn der aber reingewählt wird, heißt das, dass jemand anderes dafür ausscheidet, das gefällt vielleicht einem anderen Juror nicht. Und so gibt es einen emotionalen Kampf um diese fünf Plätze. Dieser Kampf findet die ganz Zeit statt, das ist neu, das gab's noch nie, und das wird irre spannend. Es gibt zwei Sendungen, wo jeweils fünf weiterkommen. In der dritten sind es noch zehn, dann scheiden immer weniger aus.

1LIVE: Dann kommen wir jetzt zu denen, die ihren Senf dazugeben, der Jury. Du bist Präsident, Stefan Raab ist auch dabei und Alina Süggeler, die Sängerin von Frida Gold.

Thomas D: Das ist auch neu. Wir hatten bisher einen wechselnden Mit-Juror, der scheidet aus. Denn der Ex-Präsident, Stefan Raab, hatte die Idee von diesem neuen, transparenten Direkt-Voting.

Thomas D zu Gast in 1LIVE, Rechte: WDR/NießenBild vergrößern

Präsident und Produzent: Thomas D

1LIVE: Hast du nicht Angst, dass er dir zuviel reinquatscht?

Thomas D: Angst nicht, wir begegnen uns auf Augenhöhe - das kann spannend werden. Da kann's auch mal unterschiedliche Meinungen geben. Ich finde, das ist das Salz in der Suppe, weil wir wissen: Es gibt jetzt mehrere Shows, die ihre Kandidaten fair behandeln. Das hat 'Unser Star für Oslo' damals auch gemacht. Das hat Stefan Raab auch vorher gemacht, als er Max Mutzke und Stefanie Heinzmann gefunden hat. Auch da ging es um Talent, es ging nicht darum, Leute vor der Kamera fertig zu machen. Mittlerweile wollen alle ihre Kandidaten gut behandeln, aber: Wenn was scheiße ist, muss man es auch sagen. Kontrovers ist spannend. Und dann haben wir auch immer noch Alina, die dazwischen gehen kann.

1LIVE: Spulen wir mal ein bisschen vor: Wer macht dann den Song, mit dem der Gewinner in Baku antritt?

Thomas D: Der Präsident hat die Aufgabe, die Platte und auch die Songs zu machen. Das ist jetzt natürlich nicht alles aus meiner Feder, sondern ich habe eine Plattenfirma, und da sitzen wieder Leute, die mit Songschreibern korrespondieren. Wir fangen ab der dritten Sendung, wenn wir unsere zehn Kandidaten haben, sofort an, für alle zehn Kandidaten Songs auszuwählen: Ist das dein Song? In welche Richtung gehst du? Wie machen wir den? Wenn du dann den Song hast, ist es noch die Aufgabe des Produzenten, also meine, den Song so zu machen, dass er genau zu dem Kandidaten passt. Das heißt, der Song ist geil, aber wir machen ihn ein bisschen rockiger, weil unsere Kandidat auf Rock steht und so weiter... Das ist meine ehrenvolle Aufgabe, da gibt es dann drei Songs und dann darf Deutschland wieder wählen, welcher Kandidat uns mit welchem Song nach Baku führt.

1LIVE: Warst du schon mal da?

Thomas D: Nein, ich war noch nicht da. Es ist Weltkulturerbe, es muss eine faszinierende Stadt sein und ich freu mich dahinzugehen - und dann wahrscheinlich zehn Tage am Stück Interviews zu geben...

1LIVE: Weißt du, wen du anrufen kannst für ein paar Sightseeing-Tipps in Baku?

Thomas D: Die Frau vom Bundespräsidenten?

1LIVE: Nein, Berti Vogts. Der ist Nationaltrainer von Aserbaidschan und deswegen öfter in der Stadt. Vielleicht könnt ihr mal vorher telefonieren...

Thomas D: Ich glaube, Stefan hatte mal so einen Song und hat seitdem bestimmt auch die Nummer von "Bördi Vogts". Dann rufen wir den mal an, gehen wir mal ins Stadion!

Stand: 09.01.2012

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