Skiplinks / Sprungmarken


On Air

Michael Dietz & Christian Terhoeven; Rechte: WDR

Michael Dietz & Christian Terhoeven

  • Webradio hören
  • Kontakt
  • Themen
    • Themen der Sendung: Wir sprechen heute mit einem Bewohner des Gaza-Streifen
    • Wir sind auf der Cranger Kirmes
    • Wir reden mit den frisch gebackenen U19-Europameistern



Sie befinden sich hier:Link: WDR.deLink: 1LIVELink: MusikLink: Copying kills music?


Musik | Extras

Copying kills music?

Serie zum Thema Urheberrecht

Von Inga Hinnenkamp

Eine Musikkassette in Totenkopf-Optik, darüber der Satz "Hometaping is killing music". Die 80er-Kampagne der britischen Musikindustrie wirkt in Zeiten digitaler Downloads fast niedlich. Kopien sind für die Industrie schon lange ein Problem. Doch wie ernst ist die Situation wirklich?

Kassette, Rechte: mauritius images/superstockBild vergrößern

Mit dem Mixtape wurde "music on demand" geboren

Der Journalist Dirk von Gehlen hat die Geschichte der Musikkopie in seinem Buch "Lob der Kopie" aufgerollt und dabei festgestellt: Angst vor Kopien und damit verbundenen Umsatzeinbußen hatte die Musikindustrie sogar schon in den 40er-Jahren. Damals wurden Jukeboxen in Kneipen und Gaststätten immer populärer. Das Prinzip: Gäste werfen Geld ein und dürfen dafür ihren Lieblingstitel hören. Trotz der Angst, dass angesichts dieses Vorläufers der "music on demand" – also Musik auf Abruf – nun keiner mehr Tonträger kaufen würde, hat die Industrie überlebt.

Mit der Verbreitung der Leerkassetten kam die nächste Welle der Angst. Nun musste der Musikliebhaber nicht mal mehr in eine Gaststätte gehen, um seine Lieblingstitel zu hören. Ein Nachmittag vor dem Radio, den Finger auf der Aufnahmetaste bereit, reichte aus um sich sein eigenes Mixtape zusammenzustellen.

Die Digitalisierung versetzte der Musikindustrie einen Schock.

Was sind GEMA und GVL?

GEMA und GVL sind Verwertungsgesellschaften. Sie sorgen dafür, dass Komponisten, Texter, Interpreten oder Produzenten bezahlt werden, wenn deren Songs kommerziell genutzt werden - wenn sie zum Beispiel im Café, auf Partys oder im Radio gespielt werden. Wer die Songs von GEMA- und GVL-Mitgliedern kommerziell nutzen will, zahlt dafür Lizenzgebühren.

Damit an diesem neuen Markt auch die Musiker teilhaben konnten, wurde eine Abgabe eingeführt, die auf den Preis von Leerkassetten aufgeschlagen und dann an die Künstler weitergegeben wurde. Die sogenannte „Geräte- und Leermedienabgabe“ ist beispielsweise auch im Kaufpreis für CD-Rohlinge, DVD-Brenner, USB-Sticks und sogar Mobiltelefone enthalten. Vom Kaufpreis eines Mobiltelefons sind beispielsweise je nach Ausstattung zwischen zwölf und 36 Euro genau diese Abgabe. Beim Mp3-Player sind es aktuell fünf Euro. Betrag wird stellvertretend für die Künstler an die GEMA weitergeleitet und von der Gesellschaft nach einem bestimmten Schlüssel an die Urheber weitergegeben.

Das Internet und die Digitalisierung versetzten der Musikindustrie den nächsten Schock. Und in der Tat: Die digitale Verbreitung von Musik hat der Industrie einen herben Schlag versetzt. Die fetten Jahre, so mutmaßen Bands wie Die Ärzte und Die Toten Hosen im Gespräch, sind aber nicht nur für reiche Plattenbosse vorbei. Sie sagen gerade jungen, verheißungsvollen Bands eine düstere Zukunft aus.

Über Nacht zum Star mit Facebook und YouTube

Cro wurde über das Internet bekannt, Rechte: groove attackBild vergrößern

Cro wurde über das Internet bekannt

Denn das Modell vieler großer Plattenfirmen sieht so aus, dass sie mit dem Gewinn aus Superacts, wie beispielsweise Lady Gaga, kleine Bands erst einmal mitfinanzieren. Denn auf dem Markt gibt es immer wieder junge Künstler, bei denen die ersten Alben vielleicht nicht so erfolgreich sind und die ein bisschen Anlauf brauchen, um sich zu etablieren und für die Plattenfirmen zur Einnahmequelle zu werden. Je mehr also die Umsätze mit großen Künstlern einbrechen, desto weniger wären demnach diese Plattenfirmen bereit, in den Nachwuchs zu investieren. Breiti von den Toten Hosen beschreibt das mit folgenden Worten: "Wenn eine Plattenfirma nachrechnet und die nur an den Plattenverkäufen verdient, dann überlegen die sich zehnmal, ob sie einen Künstler unterstützen. Und das ist eine totale Behinderung für hoffnungsvolle Bands, überhaupt an den Start zu kommen."

Bands müssten sich heutzutage selbst ins Gespräch bringen und viel Aufwand betreiben, ergo Zeit und Geld investieren, um sich das Vertrauen der Plattenlabels zu erarbeiten. Cro ist da ein gutes Beispiel, inwieweit ein Künstler auf diesem Weg auch vom Internet und digitaler Verbreitung profitieren kann: Der junge Stuttgarter ist über das soziale Netzwerk Facebook und die Plattform YouTube bekannt geworden. Bis dahin hat er vermutlich kaum Geld mit seiner Musik verdient. Allerdings hat er so die Marke "Cro" geschaffen und kann daraus nun Kapital schlagen.

Die GEMA soll das Problem lösen

GEMA, Rechte: dpaBild vergrößern

Die GEMA vertritt die Interessen der Künstler

Allerdings sind es nicht nur eingebrochene Plattenverkäufe, die den Musikmarkt schwächen. Bands wie Jupiter Jones, Die Ärzte und Die Toten Hosen erheben über die "Geräte- und Leermedienabgabe" hinaus Anspruch auf das Geld, das Konzerne wie Google (Youtube) mit ihrer Musik verdienen. "Wenn man sich da auf eine Formel einigen könnte, dass sie angemessene Beträge bezahlen an die nationalen Verwertungsgesellschaften, in Deutschland zum Beispiel die GEMA, die könnte das dann nach einem angemessenen Schlüssel verteilen, dann wären alle glücklich" mutmaßt Breiti. Grund zur Hoffnung hat er, schließlich hat das bei der Leerkassette ja auch schon funktioniert.

Stand: 24.04.2012

Seite empfehlen:

Über Social Bookmarks

PLAYLIST AKTUELL

Playliste für 1Live
Uhrzeit Interpret und Titel
15:48 OutKast
Hey ya!
15:45 Jess Glynne
Right here
15:40 Linkin Park
New Divide


Magazin

1LIVE Sektorpass; WDR

1LIVE-Sektorpass

Nicht nur Cro, Stefan Raab und Ailton haben sich den Ball zugespielt und sind damit Teil des längsten Passspiels der Welt. Auch der Sektor hat mitgekickt. Wie lang das Passpiel geworden ist, seht ihr hier. [Sektorpass]

Mehr zur WM


Events

Collage Enio

Eine Nacht, Fünf Radiokonzerte

Mit exklusiven 1LIVE Radiokonzerten der Broilers, Jan Delay, Mando Diao, Mighty Oaks und George Ezra
haben wir bei 1LIVE Eine Nacht in Oberhausen gefeiert. Videos und Bilder gibt's in unserem Special. [Special]


Events

Festival-Publikum; wdr/imago

Der Festival-Sommer 2014

Für manche ist ein Festivalbesuch wie Urlaub. Festivals gibt's schließlich überall auf der Welt. Wir sagen euch, welche Highlights darunter sind, ob es noch Karten gibt, wie teuer sie sind, welche Acts auftreten und was sonst noch wichtig ist. [Festival-Special]

Mehr Festivals



Sendungen

1LIVE Kassettendeck; WDR/dpa/Lehtikuva

Hier spielt die Musik!

Es gibt Sendungen, in denen Musik die einzige Rolle spielt... [mehr]


TAGESÜBERSICHT
00.00 Uhr01.00 Uhr02.00 Uhr03.00 Uhr04.00 Uhr05.00 Uhr06.00 Uhr07.00 Uhr08.00 Uhr09.00 Uhr10.00 Uhr11.00 Uhr12.00 Uhr13.00 Uhr14.00 Uhr15.00 Uhr16.00 Uhr17.00 Uhr18.00 Uhr19.00 Uhr20.00 Uhr21.00 Uhr22.00 Uhr23.00 Uhr
1LIVE Curse
1LIVE Curse: DJ-Set
1LIVE Nacht
Musik und Comedy für den Sektor bei Nacht
1LIVE mit Olli Briesch und dem Imhof
Themen der Sendung: Neues Beatsteaks-Album im Check, Die 2. Bundesliga startet, Cranger Kirmes geht los
1LIVE die Schorn-Show
Themen der Sendung: Nervige Clubsongs, Start der Cranger Kirmes, Wie ungesund ist die Luft im Flugzeug?
1LIVE mit Terhoeven und dem Dietz
Themen der Sendung: Wir sprechen heute mit einem Bewohner des Gaza-Streifen, Wir sind auf der Cranger Kirmes, Wir reden mit den frisch gebackenen U19-Europameistern
1LIVE mit Benne Schröder
1LIVE mit Benne Schröder: Die Themen des Tages im Sektor
1LIVE Klubbing
bis 01:00 Uhr

Startseite WDR.de

1LIVE/WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.

© WDR 2014

Impressum