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MUSIK
Von Frank Karch und Veit König
Hier präsentieren wir euch jede Woche die neuesten
Songs, die wir in 1LIVE spielen.
Da haben sich aber zwei wieder ganz lieb. Vorbei die Zeiten, in
denen Robbie Williams
seinen ehemaligen Bandkumpel Gary
Barlow bei jeder öffentlichten Gelegenheit gedisst hat.
Aus den Boygroup-Jungs sind
halt echte Männer geworden. Beide haben sich schon vor einigen
Jahren ausgesprochen, und ihre Männerfreundschaft gipfelt nun
in einer gemeinsamen Single. "Shame" heißt das gute Stück,
erwachsener Gitarrenpop mit nicht ganz ernst gemeinter Lagerfeuer-
und Reiterromantik. Oder was soll das Pferdegetrampel am Anfang des
Songs?
"Shame" ist der
Vorbote für das am 8. Oktober erscheinende Greatest-Hits-Album
von Robbie Williams
"In And Out Of Consciousness
– The Greatest Hits 1990 – 2010". Auf
diesem Doppelalbum gibt es insgesamt 39 Hits aus den letzten 20
Jahren – neben seinen Solosingles hat sich außerdem die
Take-That-Single "Everything
Changes" mit aufs Album gemogelt, in der Robbie schon
damals die Leadstimme
gesungen hat. Das Greatest-Hits-Album beendet außerdem die
Ära des Solo-Robbies, schließlich hat sich der Gute ja
zu seinen alten Wurzeln begeben, und wird zusammen mit Take That noch in diesem Herbst
ein neues Album veröffentlichen.
Was für eine Combo. B.o.B., erfolgreicher US-Rapper und seit seinem Hit "Nothin' On You" weltweit bekannt, trifft auf Hayley Williams, kleiner Rotschopf und Frontfrau der US-Rockband Paramore, die mit "Decode" vor zwei Jahren den internationalen Durchbruch schafften. Zusammen kann man sie auf der aktuellen Single "Airplanes" hören. Mit "Airplanes" zeigt B.o.B. erneut ein gutes Händchen, wenn es um die Gesangs-Besetzung seiner Songs geht.
Neben Hayley Williams und Bruno Mars, der seit "Nothin' On You" gefragter ist denn je, findet man auf seinem neuem Album "B.o.B. presents: The Adventures Of Bobby Ray" noch weitere namenhafte Künstler wie Janelle Monáe, Lupe Fiasco oder sogar Eminem. Das Album ist seit dem 27. August draußen, am 24. September steht dann auch die Single "Airplanes" bei uns kaufbereit in den Läden.
Vor ziemlich genau einem Jahr veröffentlichten Muse ihr fünftes Album "The Resistance". Und dass man sich ein Jahr später immer noch damit beschäftigt, ohne es satt zu haben, zeugt wohl von der unglaublich großen Halbwertszeit dieser Platte. Ein moderner Klassiker, das darf man jetzt schon so sagen. Mit dem Titeltrack gibt es jetzt auch noch eine weitere Single zu bestaunen, bei der Muse ihre Mischung aus harten Riffs, sanften Klavierklängen und schmachtendem Gesang noch einmal auf die Spitze treiben. Pathos galore, aber von der allerbesten Sorte. Man kann sich momentan gar nicht vorstellen, wie Muse dieses Album noch mal toppen wollen. Aber gleichzeitig ist man optimistisch, dass sie es doch irgendwie schaffen werden.
Sie sind zur Zeit der Act, der die internationale Musikwelt wohl am gründlichsten aufmischt: das Duo Hurts aus Manchester hat mit dem Song "Wonderful Life" einen absoluten Volltreffer gelandet. Und mit der Veröffentlichung des Debütalbums "Happiness" konnte man sich vor kurzem auch überzeugen, dass Hurts nicht nur einen guten Song auf Lager haben. Da ist zum Beispiel ja auch noch die neue Single "Better Than Love". Auch dieser Song wirft mit perfekter 80er-Jahre-Ästhetik, großen Gesten und einer ordentlichen Portion Kitsch um sich, verbindet das alles aber zu etwas, was der Essenz von Popmusik schon sehr nahe kommt.
Underworld... da war doch was? Richtig, 1996, der Film "Trainspotting" mit Ewan McGregor, und auf dem Soundtrack das monumentale Dance-Epos "Born Slippy". Durch diesen Track waren Underworld Mitte der 90er die unangefochtenen Rave-Könige Großbritanniens. Danach wurde es etwas ruhiger um das Duo Karl Hyde und Rick Smith, obwohl sie regelmäßig Alben veröffentlicht haben. Am 10. September erscheint nun mit "Barking" das achte Studioalbum, und mit "Always Loved a Film" ist auch eine neue Single zu hören. Nicht ganz so kompromisslos und heftig wie "Born Slippy", aber trotzdem ein Beweis, dass Underworld noch nicht verlernt haben, wie man Leute auf die Tanzfläche zwingt.
Die englische Musikpresse hat diese junge Band vom Niederrhein schon früh als "Deutschlands Antwort auf Foals" geadelt. Das sind schon ziemlich große Schuhe, die sich Beat!Beat!Beat! da anziehen sollen. Aber vielleicht sollte man diesen unglückseligen Vergleich einfach beiseite lassen und festhalten, dass Beat!Beat!Beat! zur Zeit eine der vielversprechendsten Bands in Sachen deutscher Indierock sind. Die aktuelle Single"We Are Waves" ist da ein gutes Argument: unangestrengt, lässig, und abgeklärt. Hier ist eine musikalische Reife am Werk, die andere nicht nach zehn Jahren Karriere besitzen. Wer das alles mal live überprüfen möchte: Im September und Oktober sind Beat!Beat!Beat! auf Deutschland-Tour.
Nein, sie sind noch nicht durch mit ihrem aktuellen Album "Music for Men": die neue Single von Gossip heißt "Men in Love". Zyniker mit ätzendem Humor würden vielleicht vorschnell sagen: Was versteht denn Sängerin Beth Ditto von verliebten Männern? Schließlich ist sie selbst lesbisch und eine vehemente Kämpferin für die Rechte von Homosexuellen. Ein Blick in den Songtext klärt es allerdings auf: "Men in Love, with each other"... und damit sind die Verhältnisse wieder gerade gerückt. Musikalisch bietet "Men in Love" zwar wenig Neues, aber das in bewährter Gossip-Qualität: schneidiger Disko-Punk mit der in diesem Genre so beliebten Kuhglocke an vorderster Front.
Wir erinnern uns: 2008 stürmt das Duo The Ting Tings aus Manchester mit der Single "That's Not My Name" weltweit die Charts. Nach einer umfangreichen Tournee haben sich Katie White und Jules de Martino dann 2009 in Berlin-Friedrichshain ein Studio in einem ehemaligen Jazzclub eingerichtet und den lang erwarteten Nachfolger zu ihrem Debütalbum "We Started Nothing" aufgenommen. Passend zum Entstehungsort wurde als Titel das deutsche Wort "Kunst" ausgewählt.
Der erste Vorgeschmack auf das Album ist die Single "Hands". Ein Song, der alles mitbringt, was man von den Ting Tings erwartet: Style, Glamour und Biss. Dazu kommt allerdings noch mehr Disko und ein guter Schuss Düsternis. The Ting Tings geben sich offensichtlich nicht damit zufrieden, einfach nur ihr Debütalbum zu wiederholen – zum Glück!
Einen bemerkenswerten Erfolg hat das neuseeländische Quintett The Naked And Famous mit "Young Blood" schon feiern können: es war seit drei Jahren der erste Song einer einheimischen Band, der auf Platz 1 der neuseeländischen Single-Charts landete. Das ist allerdings auch nur zu verständlich: "Young Blood" ist ein Prachtexemplar von Popsong, gleichzeitig euphorisch und melancholisch, und vor allem mit höchstem Suchtpotential. Die Sorte Song, die einem den Tag retten kann, auch wenn man gerade mit der überraschenden Kündigung in der Tasche sein unversichertes Auto zu Schrott gefahren hat. Das macht Lust auf mehr - das Debütalbum "Passive Me Agressive You" erscheint in Neuseeland am 6. September, eine internationale Veröffentlichung ist noch nicht in konkreter Sichtweite. Aber die kommt noch, ganz bestimmt.
Zunächst mal: nein, dies ist keine Coverversion des gleichnamigen Songs von Midlake. Schade eigentlich – denn was das schwedische Power-Duo Johnossi aus diesem Original gemacht hätte, wäre sehr interessant gewesen. Aber hier handelt es sich um einen völlig anderen Song. Was so langsam die Frage aufwirft, was eigentlich an dem Namen "Roscoe" dran ist, dass er so häufig als Songtitel heran gezogen wird? Vielleicht ist es einfach der kernige, kräftige Klang dieses Namens: da denkt man doch sofort an kanadische Holzfäller mit Armen wie Baumstämme. Passend dazu ist "Roscoe", die neue Single aus dem aktuellen Album "Maverick", eine mächtige, schwere Rock-Hymne, die alle Anflüge von Zweifel oder Kritik gründlich in den Boden stampft.
Die Teenagerzeiten sind zwar auch für Katy Perry schon eine ganze Weile vorbei, aber davon träumen darf man ja in jedem Alter. Das tut die 26-jährige Sängerin auch und zwar direkt in Albumlänge. "Teenage Dream" heißt nicht nur die neue Single der kalifornischen Künstlerin, sondern auch das dritte Album, welches am 27. August bei uns erscheint. Soundmäßig wurde Katy für dieses Werk nach eigenen Angaben von den 90ern inspiriert: Ace of Base, The Cardigans & No Doubts erste Platte waren die konkreten Einflüsse - aber alles mit einem "dancier feel to it".
Die aktuelle Single fasst diesen Stilmix ganz gut zusammen, was auch daran liegen könnte, dass der Produzent des Titels Max Martin ist und schon in den 90ern Ace of Base co-produziert hat. Auch in Sachen Katy Perry ein sehr Hit-erfahrener Mann, denn die ersten beiden Erfolgssingles "I Kissed A Girl" & "Hot N' Cold" sind auch von ihm produziert.
Magnetic Man nennen sich drei Dubstep-DJs aus England. Die haben sich zusammengetan zu einer Supergroup ihres Genres und begeistern mit der Single "I Need Air" auch Leute, die von der Musikrichtung Dubstep noch nie etwas gehört haben. Skream, Benga und Artwork wohnen und arbeiten zusammen in London und lösten diesen Sommer auch außerhalb ihrer Heimat Begeisterungsstürme aus. Auf dem spanischen "Benicassim"-Festival stürmten dieses Jahr begeisterte Fans die Bühne und wollten die DJs nicht von der Bühne lassen, das DJ-Set musste daraufhin abgebrochen werden.
Auf der sehr schönen Single "I Need Air" singt übrigens keiner der drei Magnetic Man-Mitglieder sondern Angela Hunte, eine Sängerin aus Brooklyn, New York.
Die englische Sängerin Rox entwickelt sich zu einer der Entdeckungen des Jahres. Beim Haldern Pop Festival hat sie eine begeisterte Menge hinterlassen, die zu einem nicht geringen Anteil vor dem Auftritt nur die Single "My Baby Left Me" kannte. Jetzt legt die in London wohnende Halb-Jamaikanerin/Halb-Iranerin mit "No Going Back" nach und damit wird ihre Anhänerschaft mit Sicherheit nicht weniger. Spannender Soul-Pop mit dem richtigen Maß an Melancholie und einer Stimme, bei der selbst Soullegenden neidisch werden können.
Soul-Pop reicht aber nicht ganz für eine Musikdefinition von Roxanne Tania Tatael, denn auf dem Debüt-Album "Memoirs" sind auch klar die Einflüsse von Jazz & Reggae zu hören. Man muss mit dem Begriff "Klassiker" sehr vorsichtig umgehen, aber die aktuelle Single könnte dazu beitragen, dass wir beim Album bald davon sprechen.
Die Band aus San Francisco hatte dieses Jahr einen amtlichen Top10-Hit mit "Hey, Soul Sister", aber das soll nicht der einzige sein vom aktuellen Album "Save Me, San Francisco". Jetzt wird die neue Single "If It's Love" nachgeliefert. Der Sound orientiert sich am gelungenen Erfolgrsrezept des letzten Hits: Gitarren-Pop mit kalifornischer Leichtigkeit und einem Spritzer Folk. Letztere Stilrichtung ist momentan sowieso gerade wieder auf der Überholspur und somit könnte "If It's Love" tatsächlich zum nächsten Hit von Sänger Pat Monahan & Kollegen mit Train werden.
Eine Zeit lang wollte Karen Elson ihre Songs gar nicht veröffentlichen. Ihre nicht unbegründete Angst: Dass Berufs-Querulanten und verbohrte Musikkritiker ihre Musik von vorne herein ablehnen würden, weil sie ja schließlich zunächst mal ein weltweit gefragtes Model und ihr Ehemann niemand geringeres als Jack "White Stripes" White ist. Zum Glück ist alles anders gekommen: Das von Jack White produzierte Debütlabum "The Ghost Who Walks" (ein Spitzname, den Karen in der Schule verpasst bekam) ist im Mai erschienen. Und die Presse musste ihre "die schöne Ehefrau darf mal eine schlechte Platte machen"-Klischees im Giftschrank lassen, wo sie auch hin gehören: zu offensichtlich ist das musikalische Talent, das hier am Werk ist. Der düstere, schaukelnde Blues von "The Truth Is in the Dirt" ist der beste Beweis.
Vor etwa zwei Jahren trafen sich Jason Friedman und Eleanore Everdell in einem Van. Während einer Fahrt quer durch die USA spielten sie sich gegenseitig Musik vor: French House, Ska und Dub, Girl Groups der 60er, Techno, Hip Hop, Songs von Giorgio Moroder, The Cure oder New Order. Am Ende der Fahrt stand die Entscheidung, gemeinsam eine Band zu gründen. So lautet zumindest die Legende. Fakt ist: Beide haben das Projekt The Hundred In The Hands ins Leben gerufen und präsentieren nun mit "Pigeons" die erste Single aus ihrem im September erscheinenden, selbst betitelten Debütalbum. "Pigeons" ist semi-elektronischer Disko-Pop, der vor allem von der weichen und doch eindringlichen Stimme von Eleanore Everdell getragen wird. Da ist es einem auch ziemlich egal, ob die Legende stimmt.
Flo Rida & David Guetta haben ihren Riesenerfolg vor allem den Dancefloors dieser Welt zu verdanken, denn ihre Hits sind Tanzflächenfüller. Klar, dass die beiden sich zusammen tun, wenn es um den Soundtrack für einen Tanzfilm geht. "Step Up 3D" ist der dritte Teil der Geschichten um Tänzer, die ihre Leidenschaft gegenüber Eltern und Schuldirektoren durchsetzen und sich dabei nicht nur auf der Tanzfläche näher kommen. Im dritten Teil klauen die bösen Tänzer den Guten die Choreographie um sich den Sieg bei einem weltweiten Tanzwettbewerb zu erschleichen. Wie die Geschichte aus geht (wir tippen mal auf einHappy End!) kann man ab Ende August in 3D sehen.
Die Nummer von Flo Rida und David Guetta, die typisch nach Guetta klingt, ist das Zugpferd und die erste Single vom Soundtrack zu "Step Up 3D" bei dem ansonsten noch T-Pain, Estelle, Busta Rhymes, M.I.A. & Santigold mitmachen.
Der Song ist bereits die dritte Single aus dem bis jetzt mehr als 1 Million mal verkauften Debutalbum "3 Words" der britischen Sängerin. Beruflich landet Cheryl Cole dieses Jahr einen Top-Hit nach dem anderen, aber privat musste sie in den letzten Monaten einiges verkraften. Zum einen die Trennung von Noch-Ehemann und England-Fußballnationallspieler Ashley Cole im Frühjahr und dann eine Malaria-Infektion im Juli, die sie zur Absage von Live-Auftritten zwang. Jetzt ist aber alles überstanden, es gibt einen neuen Freund und neue Energie um das Jahr erfolgreich fortzuführen.
Die Erfolgsgeschichte in Deutschland weiterschreiben soll "Parachute" - auf deutsch Fallschirm, eine eingängige Mid-Tempo Liebesballade, die es in ihrer Heimat schon in die Top5 geschafft hat. Die Textzeile aus "Parachute": "You are your own worst enemy, you'll never win the fight" also: "Du selbst bist Dein schlimmster Feind, den Kampf wirst Du nicht gewinnen" ist Cheryl Coles Lieblingstextzeile auf dem gesamten Album. "Weil Ich denke, das stimmt.", sagt sie.
"Ich bin ein ziemlicher Comic- und Science-Fiction-Freak." sind Ne-Yos Worte und da erfüllt er sich mit seiner neuen Platte direkt einen Kindheitstraum und verleiht sich überirdische Superhelden-Kräfte. Das Album "Libra Scale" erscheint im September und ist ein Konzeptalbum, in dem sich Ne-Yo als Superhero "Jerome - The Gentleman" platziert hat und aufregende Geschichten erlebt. Zum Beispiel die Story mit dem "Beautiful Monster", da geht's um eine zur Killerin mutierten Lady, die erst nachdem sie mit Ne-Yo geschlafen hat ganz furchtbar böse wurde. Das ist auch die erste Single, die sich soundtechnisch tatsächlich an Josh Winks Acid-House-Klassiker "Higher State Of Consciousness" aus dem Jahr 1995 orientiert. Natürlich in entschärfter Form und dem aktuellen Pop-R&B-Sound angepasst.
Ne-Yo hat bisher drei Alben veröffentlicht und insgesamt 10 Millionen Platten verkauft, dafür gab es neben einem ordentlichen Vermögen auch drei Grammys.
"I came to dance, dance, dance, dance", singt Taio Cruz in seiner neuen Single "Dynamite". Der englische Sänger, Produzent und Songschreiber ist schon einige Jahre im Geschäft und fiel vor allem als Autor für Justin Timberlake, Britney Spears und Cheryl Cole auf. Spätestens seit dem Erfolg von "Break Your Heart" hat er bewiesen, dass er nicht nur Songs für andere, sondern auch prima für sich selber schreiben kann. "Dynamite" ist eine schmissige R&B-Popnummer mit griffiger Hook der Marke: Kann man gut im Auto aufdrehen. Anfang September erscheint bei uns die internationale Version des Albums "Rokstarr" von Taio Cruz, dass im Gegensatz zur britischen Original-Version um ein paar Titel erweitert wurde.
"Rokstarr" ist übrigens auch seine eingetragene Modemarke, die sich auf Sonnenbrillen spezialisiert hat. Das erklärt, warum Taio Cruz auf seinem Album-Cover und auf Pressefotos gerne Sonnenbrille trägt (siehe Bild).
Weezer haben in der jüngeren Vergangenheit wirklich ein enormes Tempo vorgelegt: ein Album 2008, eins 2009, und im September soll schon wieder das neue und inzwischen achte Album "Hurley" erscheinen. Benannt nach der Figur Hugo 'Hurley' Reyes aus der Fernsehserie Lost, soll das Album nach Angaben von Mastermind Rivers Cuomo wieder mehr "rohe Rock Energie" enthalten. Das werden alle gerne hören, die die Lil Wayne-veredelten R&B-Anwandlungen von "Raditude" als Fehltritt eingeordnet haben. "Memories" bestätigt Cuomo's Einschätzung: geradliniger Rock mit dem Weezer-typischen Bubblegum-Faktor, und einer Synthesizer-Melodie als Sahnehäubchen. Und das können Weezer eben am besten.
Fotos melden sich zurück: Die ehemals als deutsche Pop-Hoffnung Nummer 1 gehandelte Band wird im September das dritte Album "Porzellan" veröffentlichen. In den zwei Jahren seit dem letzten Album "Nach dem Goldrausch" waren Fotos viel unterwegs, unter anderem mit dem Goethe-Institut in China und Mexiko. Ob diese Impressionen das neue Werk beeinflusst haben? Denn wie "Mauer" zeigt, hat sich stilistisch einiges getan: im Gegensatz zu den zackigen Popsongs der Vergangenheit, die der Band auch mal Vergleiche mit Phoenix eingebracht haben (nicht unbedingt das Schlimmste), überrascht "Mauer" mit atmosphärischen Synthesizern, der Anfang der 80er mal zur Ideologie erhobenen Abwesenheit von Hi-Hats und ganz viel Hall. Interessant, gekonnt und in deutscher Sprache noch selten gehört.
Wenn man den grandiosen, infektiösen und perfekt produzierten Elektro-Funk von "Groove Me" hört, kann man kaum glauben, dass hier ein Neuling am Werk ist. Keine Sorge: ist es auch nicht. Denn hinter Maximum Balloon steht niemand Geringeres als David Sitek. Der ist als Mitglied der Avantgarde-Formation TV On The Radio und als gefragter Produzent offenbar nicht ausgelastet und hat nun dieses besondere Solo-Projekt ins Leben gerufen. Auf dem selbst betitelten Debütalbum, das am 24. September erscheint, finden sich zehn Songs mit zehn verschiedenen Sängern - "his favourite voices of the world", wie Sitek sagt. Mit dabei sind unter anderem David Byrne (Talking Heads), Karen O (Yeah Yeah Yeahs) und Kyp Malone von TV On The Radio. Und wenn alle Songs die Qualität von "Groove Me" erreichen, dann steht uns ein Klassiker ins Haus.
Drei Jahre hat es gedauert mit neuem Songmaterial von Ingo Pohlmann. Der gebürtige Sektorianer und Wahl-Hamburger veröffentlicht mit "Für Dich" die erste Single aus seinem neuen Album "König der Straßen". Die auffälligste Neuerung beim dritten Album: Pohlmann hat öfter mal die bewährte Akustik-Gitarre gegen eine E-Gitarre getauscht. Der Sound wird dadurch etwas voluminöser, aber natürlich passt Pohlmanns Musik immernoch eher zum Lagerfeuer als zum Hard'N'Heavy-Abend.
Pohlmann "plugged" und auf Albumlänge gibt es ab dem 17. September. Ihm eilt ja der Ruf voraus gerade live ein Erlebnis zu sein. Anfang November können wir uns im Sektor davon überzeugen, denn dann kommt der Sänger mit Band zu vier Konzerten in den Sektor - Münster, Köln, Dortmund und Essen stehen auf dem Plan.
"Es ist so ein Track, bei dem ich wusste, nur sie bekommt es genau so hin, nur sie kann es machen, wie ich es mir vorstelle." Das sagte Eminem, als er den Song fertig geschrieben hatte. Es gibt mit Sicherheit eine ganze Menge Komponisten und Autoren, die genau das gleiche denken, wenn sie einen neuen Song vollendet haben, aber die halten eben nicht wie Eminem seit zehn Jahren den Rekord für das am schnellsten verkaufteste Soloalbum aller Zeiten in den USA (The Marshall Matters LP aus dem Jahr 2000 mit 1,8 Mio. in der ersten Woche und 19 Mio. insgesamt). Rihanna sagte zu Eminems Anfrage: "Yeah!" und herausgekommen ist das womöglich schönste Duett des Sommers.
"Love The Way You Lie" ist schon Platz 1 in den USA, Top 5 in England und wenn die Nummer offiziell am 20.08. in Deutschland erscheint, ist ein erfolgreicher Hit vorprogrammiert. Da Musik zu den Sachen gehört, die zu zweit mehr Spaß machen, holt sich Eminem auch für seine US-Konzerte einen Partner an Bord. Jay-Z spielt mit Em' in seiner Heimatstadt Detroit zwei Konzerte und eins in New York. Das Ganze nennt sich dann "Home & Home"-Tour.
Sänger Marcus Mumford und seine drei Kollegen haben seit einem guten Jahr das etwas angestaubte Genre Folk wiederbelebt und sich selbst an die Spitze einer neuen Welle gesetzt. Gitarre, Banjo, Keyboard und Kontrabass sind das ungewöhnliche Erfolgsrezept von Mumford & Sons. Es ist eine völlig neue Interpretation von Folk-Rock, die die vier Bandmitglieder aus dem Westen Londons weltweit so erfolgreich macht. Neo-Folk nennen das dann einige Fans.
Die junge Erfolgsgeschichte nimmt zur Stunde so richtig Fahrt auf. Das Debüt-Album "Sigh No More" verkauft sich praktisch auf allen Kontinenten und genauso gefragt sind die Karten für ihre Konzerte. Das einzige Sektor-Konzert letzten April im Kölner E-Werk war ausverkauft und deshalb spielt die Band am 27.09. nochmal im doppelt so großen Kölner Palladium.
Für manche Bloc Party Fans war die stilistische Ausrichtung von Kele's Solo-Debüt "The Boxer" vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig: elektronische Klänge statt Gitarren, Drum Machines statt Schlagzeug, Techno statt Indie. Zumindest kann man Kele nicht vorwerfen, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Doch so ganz kann man die eigene musikalische Vergangenheit auch nicht abschütteln: Nach dem eher pumpenden Dance-Track "Tenderoni" ist die neue Single "Everything You Wanted" eine melancholische, elektronische Pop-Nummer, die - etwas anders instrumentiert - eigentlich problemlos als Bloc Party Song durchgehen könnte.
Hinter dem etwas kryptischen Namen Get Cape.Wear Cape.Fly steht der britische Musiker Sam Duckworth. Seit 2004 ist der Mann aus Southend-on-Sea unter diesem Namen aktiv, und hat bereits zwei Alben veröffentlicht. Außerdem hat Duckworth ein Händchen dafür, sich kompetente Gäste für seine Songs einzuladen. Bei seinem letzten Album war es noch Kate Nash, bei "Collapsing Cities", der ersten Single aus dem neuen, selbst betitelten Album, ist es Andre Williams aka Shy FX, britischer Drum 'n' Bass Musiker der ersten Stunde. Das Ergebnis ist entspannt-melancholischer Pop zwischen Akustik-Gitarren und federnden Drum 'n' Bass Loops.
Mit "Mein Herz bleibt hier" legen Madsen die zweite Single aus ihrem aktuellen Album "Labyrinth" vor. Beim Videodreh zur ersten Auskopplung "Lass die Liebe regieren" hat sich Sänger Sebastian Madsen ja durch einen Sturz einen Trümmerbruch im Handgelenk zugezogen, was vor allem die Tour-Pläne der Band ganz schön durcheinander gewirbelt hat. Die eigentlich für Mai angesetzte Tour wird jetzt im Winter nachgeholt, während die Festival-Auftritte im Sommer mit einem Gast-Gitarristen bestritten werden. Der Dreh zum neuen Video ist zum Glück ohne vergleichbare Katastrophen verlaufen. Musikalisch bleibt "Mein Herz bleibt hier" dem Ansatz des neuen Albums treu: weniger Sturm und Drang, mehr Weite und Atmosphäre.
Linkin-Park-Fans
aufgepasst, es ist Großes im Anmarsch. Nach ihrem letzten
Album "Minutes To
Midnight" von 2007 machte Sänger Chester Bennigton mit seinem
Soloprojekt Dead By Sunrise
die Musiklandschaft unsicher. Von vornherein war allerdings klar,
dass er für ein neues Album zu seiner Band Linkin Park zurückkehren
würde. Bevor am 10. September das neue Album "A Thousand Suns" in den
Läden steht, wurde auf MySpace schon ordentlich getrommelt. Fans konnten sich dort kleine
Schnipsel der ersten neuen Single "The Catalyst" herunterladen, und dadurch
ihren ganz eigenen Mix kreieren. Der beste Mix bekommt sogar noch
eine Sonderauszeichnung, so Sänger Mike Shinoda: "Unsere Alben sind das
Fundament dessen, wer wir als Band sind. Dadurch, dass wir einen
Platz für einen Fan
reservieren, der einen der Songs mit uns einspielen kann, wollen
wir unsere Dankbarkeit zeigen".
Die neue Single "The
Catalyst" hat Radiopremiere am 2. August in 1LIVE Plan
B. Sie zeigt eindrucksvoll, dass sich Linkin Park weiter in die Nische der
elektronischen Rockmusik entwickelt haben. Der Song geht nach vorne, treibt an,
ist laut und intensiv. Gitarren spielen nur am Rande eine Rolle,
viel mehr spielen sich Synthies und harte Beats in den Vordergrund. Die Single macht Lust
auf mehr. Gut, das zu dem Gesamtkonzept rund um das neue Album
neben Fan-Aktion, Single und Albumstart auch die
Ankündigung einer großen multimedialen Welttour
gehört. Am 27. Oktober machen Linkin Park in Köln halt, dann mit einer
Show voller visueller
Effekte als audiovisuelles Medienereignis.
Jason Derulo hat mit seiner Debütsingle "Watcha Say" und seinem Debütalbum "Jason Derulo" für einen neuen R'n'B-Künstler einen fulminanten Start hingelegt. Allein Fünffach-Platin und Platz 1 in den USA, über 5 Millionen Mal verkaufte sich die erste Single weltweit, bei uns spielte sich der Song auf Platz 7 der Charts. Für die zweite Single "In My Head" gab es in den USA Platin-Status, in Deutschland ging die Single auf Platz 9 der Charts. Nicht schlecht für einen erst 20-jährigen.
Doch Jason legt noch einen drauf. Die dritte Single "Ridin' Solo" bereitet seine Fans auf die anstehende Tour im September vor. Denn bis jetzt tourte er immer nur als Support durch die großen Hallen, mit Lady Gaga oder auch den Black Eyed Peas. Die erste eigene Solotour führt ihn am 19. September auch nach Köln. Und dann kann Jason Derulo zeigen, dass er neben einem guten Händchen für Songs schreiben und einer charismatischen Stimme auch ein guter Tänzer ist. Hat er doch lange genug zu der Musik seiner Vorbilder Michael Jackson, Usher oder Justin Timberlake vor dem Spiegel geübt. Jetzt heißt es also "Ridin' Solo".
2005 veröffentlichte die schwedische Band Junip ihre erste EP, was allerdings nur für sehr überschaubaren Rummel sorgte. Der Rummel dürfte deutlich größer sein, wenn am 03. September das Debütalbum "Fields" erscheint. Denn in der Zwischenzeit hat Sänger und Gitarrist José Gonzáles eine recht imposante Solo-Karriere hingelegt. Aber wie klingt jetzt seine Band? Man ist geneigt zu behaupten: José Gonzáles könnte mit Junip auch grenzdebilen Schlumpf-Techno machen, man würde ob seiner fantastischen Stimme trotzdem in Verzückung geraten. Zum Glück ist "Always" wunderbar entspannter Folk-Pop im Geist der 60er Jahre, der sogar mit einem weniger guten Sänger voll und ganz überzeugen würde.
Eels, das ist vor allem ein Mann: Mark Oliver Everett, genannt E. Seit 1996 veröffentlicht der dezent kauzige Songschreiber aus Kalifornien Platten unter dem Namen Eels. Am 24. August erscheint mit "Tomorrow Morning" das inzwischen neunte Album. Und die Single "Spectacular Girl" lässt aufhorchen: vom staubigen, düsteren und country-esken Sound der beiden Vorgänger-Alben, mit denen "Tomorrow Morning" eine Trilogie bildet, ist hier wenig zu spüren. "Spectacular Girl" erinnert mit der lieblichen Melodie eher an das Debüt "Beautiful Freak". Vielleicht hat Mark Oliver Everett, der im echten Leben einige böse Schicksalsschläge erleiden musste, wieder etwas Lebensfreude gewonnen. Das ist ihm nur zu gönnen.
Das nennt man wohl omnipräsent: zusammen mit Best Coast und Vampire Weekend hat Kid Cudi erst kürzlich den Song "All Summer" ins Rennen geworfen, jetzt ist schon die erste Single aus seinem zweiten Solo-Album "Man on the Moon II – The Legend of Mr. Rager" zu bestaunen. Mit dabei: Cudis Mentor und Labelchef Kanye West. Und "Erase Me" ist wieder Wasser auf die Mühlen derer, die Kid Cudi als Retter des Hip Hop feiern: Tracks von dieser Güteklasse hört man in der Tat nicht all zu häufig. Man darf also sehr gespannt auf das neue Album sein. "Man on the Moon II – The Legend of Mr. Rager" soll im Herbst erscheinen.
Mit ihrem spröden, atmosphärischen Post-Punk waren The XX nicht der spektakulärste, aber vielleicht der interessanteste Newcomer des Jahres 2009. Und sie wurden vor allem in ihrer englischen Heimat natürlich dementsprechend abgefeiert. Doch der plötzliche Erfolg und die damit verbundenen Strapazen haben schon ihren Tribut eingefordert: Gitarristin Baria Qureshi hat die Band mittlerweile aufgrund der berühmten "persönlichen Differenzen" verlassen. Davon unbeeindruckt haben The XX ihre neue Single veröffentlicht: "Islands" ist vielleicht kein Überhit wie "Crystalised", aber immer noch hervorragend. Und ein weiterer Beweis für das enorme Potential, das in dieser jungen Band steckt.
Bei den Fantastischen Vier läuft es im Moment mehr als rund. Drei Jahre nach ihrem letzten Album "Fornika" starten die vier Stuttgarter mit dem neuen Album "Für Dich Immer Noch Fanta Sie" richtig durch. Bedeutet: Von null auf Platz eins in die Albumcharts, daraus resultierender Goldstatus nach nur einem Monat, eine Top 10 Platzierung mit der ersten Single "Gebt uns ruhig die Schuld" und ein gut laufender Vorverkauf für die große Tour, die ab November durch ganz Deutschland geht.
Doch Smudo, Thomas D, Andy Y. und Michi Beck wissen ganz genau, dass sie den ganzen Erfolg ihren treuen Fans zu verdanken haben. Und sagen daher auf ihrer neuen Single einfach mal "Danke". "Es ist die alte Weisheit: Man erkennt immer viel zu spät, dass man sich bei diesem oder jenen Menschen hätte bedanken sollen", erklärt Thomas D. Gut, dass Thomas und Band das bereits zu Lebzeiten erledigen.
Doch damit nicht genug der Danksagungen. Neben der neuen Single wird es auch eine ganz besondere Aktion für alle Fans geben. Am 28. September spielen die Fantastischen Vier in Halle an der Saale ein großes Konzert, welches dank neuster Technik in 3D in diversen Kinos in Deutschland live übertragen wird. Fetter geht es doch wohl nicht. Danke Fanta 4.
Billy Talent waren dieses Jahr die Headliner großer deutscher Festivals wie Hurricane & Southside. Doch nicht schlimm, wenn ihr das verpasst habt, es folgen noch weitere Termine wie zum Beispiel das Area 4 Festival am 22. August in Lüdinghausen. Dann gibt es die vier Kanadier wieder in Aktion, mit dabei haben sie ihr aktuelles Album "Billy Talent III", welches vor einem Jahr veröffentlicht wurde.
Nach der letzten Single "Saint Veronika" wird parallel zu den Liveauftritten die neue Single "Diamond On A Landmine" veröffentlicht. Darin geht es um eine zerbrochene Beziehung, die Sänger Ben noch nicht so einfach aufgeben möchte. Also beginnt er zu kämpfen. Für Billy Talent selbst ist "Diamond On A Landmine" schon eine eher ruhige Nummer, verglichen mit anderen Singles, die ordentliche Gitarrendampf ablassen. Die Single wird bei uns am 27. August veröffentlicht.
Eine gute Nachricht für alle Interpol-Fans: am 10. September erscheint das vierte, selbst betitelte Album der Band aus New York. Selbst betitelt? Das ist ja oft ein Indiz dafür, dass eine Band einen Neuanfang startet. Okay, Sänger Paul Banks hat sich seit dem letzten Album als Julian Plenti auch solo ausgetobt, und Bassist Carlos Dengler hat nach den Aufnahmen zum neuen Album die Band verlassen. Aber wenn man den Song "Barricade" als Gradmesser nehmen kann, dann hat sich nicht so viel verändert, dass man von einem Neuanfang sprechen müsste: intensiver, leicht düsterer Indie-Rock mit den bekannten Post-Punk-Anleihen.
Wenn eine Firma versucht, sich aus Marketing-Gründen in irgendeiner Form in Sachen Popmusik zu engagieren, kann das oft ziemlich peinlich werden. Die "Three Artists One Song"-Kampagne eines amerikanischen Schuh-Herstellers ist dagegen eine sehr nette Idee, die bisher auch durchaus interessante Ergebnisse geliefert hat: drei Künstler nehmen gemeinsam einen exklusiven Song auf, den man dann kostenlos im Netz runterladen kann. Vor zwei Jahren waren die Auserwählten Julian Casablancas, Santigold und Pharrell Williams, dieses Jahr sind es Kid Cudi, Rostam Batmanglij von Vampire Weekend und die amerikanische Sängerin Bethany Consentino von dem Duo Best Coast. Und wie nicht anders zu erwarten, ist "All Summer" a) ein exquisiter Sommerhit und b) eine herrlich wilde Mischung aus HipHop, Indie-Pop und Garage. Werbung, klar, aber endlich mal gute.
Ein Rhythmus wie eine Maschinegewehr-Salve, aber darüber eine sanfte Gitarren-Figur und eine nachdenkliche Melodie. "Cost of Loving", die neue Single von Dogs, lebt vor allem von der Spannung, die dieser Gegensatz erzeugt. Drei Jahre nach dem zweiten Album und personell auf zwei von fünf Positionen verändert, meldet sich die Band aus London jetzt mit der EP "We Are the Dogs" zurück. Und darauf haben sie ihren Sound ein wenig modifiziert: weg vom zackigen, direkten Indie-Rock, hin zu mehr Post-Punk, mehr Zwischentönen, mehr Atmosphäre. "Cost of Loving" lässt keine Zweifel aufkommen, dass das eine gute Entscheidung war.
Bei Royal Republic handelt es sich um ein Quartett aus dem schwedischen Malmö, das sich voll und ganz dem Rock 'n' Roll verschrieben hat. Und das Schweden ziemlich ordentlich rocken können, wenn sie denn nur wollen, wissen wir spätestens seit den Hives und Mando Diao. "Tommy Gun" bestätigt diese Erkenntnis eindrucksvoll: Nicht unbedingt innovativ, aber eben mit unglaublicher Präzision und Wucht ab durch die Mitte. Ein Song, der geschrieben wurde, damit ihn 20.000 durchgeschwitzte, Bier-beseelte Festival-Besucher aus voller Kehle mitgröhlen. Was bestimmt irgendwann auch noch passieren wird. Zuerst erscheint allerdings Ende August das Debütalbum "We Are the Royals".
Seit 2008 haben wir von Juli nicht mehr viel gehört. Die Bandmitglieder zogen sich komplett aus der Öffentlichkeit zurück. Nach zwei erfolgreichen Alben mit ständigem Tourstress und dem ganz alltäglichen Musiker-Wahnsinn eine nachzuvollziehende Entscheidung. Gitarrist Simon, der für die meisten Juli Songs verantwortlich ist, schrieb in der Zwischenzeit für Udo Lindenberg und die Band Fräulein Wunder. Sängerin Eva entschied sich zur Gründung einer Familie mit Freund Andy Penn, Gitarrist der Berliner Band MIA.
Die Pause war wichtig, jedoch verloren sie nie das Ziel aus den Augen, ein drittes Album zu veröffentlichen. Seit Frühjahr diesen Jahres stehen wieder alle fünf von Juli im Studio, um die Songs für das neue Album aufzunehmen. Einen ersten Eindruck für die Allgemeinheit liefert hier die neue Single "Elektrisches Gefühl", Deutscher Rock-Pop mit einem Schuss elektronischen Impulsen. Für den Neuanfang definitiv die richtige Single. Eva definiert ein elektrisches Gefühl wie folgt: "Wenn nach einer langen Zeit, in der es einem nicht gut ging, der Funke wieder überspringt und man die Sachen wieder in die Hand nimmt!" Klingt nach einem spannenden Neuanfang. Das noch namenlose neue Album soll im Herbst erscheinen.
Dieser Sommer kann gut mit dem Wetter auf Hawaii konkurrieren. Kein Wunder also, dass Jack Johnson sich im Moment häufig bei uns in Deutschland aufhält, denn er scheint sich hier echt wohl zu fühlen. Er spielte ein ausverkauftes Konzert in Berlin, war beim Hurricane - und Southside-Festival am Start und spielte Mitte Juni in Bad Oyenhausen ein erfolgreiches 1LIVE Radiokonzert.
Immer mit dabei die Songs seines neuen Studioalbums "To The Sea", die uns ein Stück seines entspannten Lebens dominierend aus Sonne, Strand uns Surfen mitgeben. Auch seine neue Single "At Or With Me" trifft voll in das Lebensgefühl des Inselbewohners. Und wie uns Jack Johnson im Interview verriet, standen auch die Aufnahmen zum Album unter dem Motto "Relax". "Wir sind keine komplizierte Band und haben einfach nur Spaß im Studio", so Jack im Interview. Das glauben wir ihm sofort. Die neue Sommersingle erscheint bei uns am 27. August.
Das ist der neueste Import aus den US-amerikanischen Top10. Mike Posner ist 22, aufgewachsen in Detroit und machte bisher Musik in seinem Zimmer im Studentenwohnheim. Dort entstanden auch seine ersten Songs. Eigentlich wollte er Produzent werden und ist immer davon ausgegangen, dass die Stimme in den von ihm geschriebenen Songs in der finalen Version von anderen Sängern ersetzt wird. Aufgrund seiner raspeligen Tenorstimme sollte es anders kommen. Durch die vielen Mike-Posner-Fans im Internet wurde eine Plattenfirma auf ihn aufmerksam und somit ist Mike Posner eine weitere Erfolgsgeschichte, die digital gestartet ist. Jetzt wurde noch hier und da an den Schräubchen zum Erfolg gedreht und schon läuft Mike Posners Musik auch im Sektor.
"Cooler Than Me" ist eine Pop-Electro-Nummer mit R&B-Einflüssen, die - wie es sich für einen amtlichen Hit gehört - sofort hängen bleibt. Das Debütalbum erscheint am 10. September und damit sind wahrscheinlich die unbeschwerten Zeiten vorbei, in denen er nach jedem Konzert noch eine Aftershow-Party schmiss und auf der Couch von Fans schlief.
"The Never-Ending Why" ist bereits die vierte Single aus dem aktuellen Album "Battle For The Sun" von Placebo. Seit einem Jahr ist die englische Band um den charismatischen Frontmann Brian Molko mit diesem Album unterwegs. "The Never-Ending Why" ist die Single zur laufenden Festival-Saison, das bedeutet für Placebo Auftritte bei M'era Luna, Area 4 und Highfield im August. Wenn die absolviert sind, erscheint am 24.09. ein Deluxe Box Set von "Battle Of The Sun" mit neuen, bisher unveröffentlichten Titeln und einem passenden T-Shirt. Placebo feiern dieses Jahr übrigens ihr 15-jähriges Bestehen. Dass die Band seit kurzem auch in Japan sehr erfolgreich ist, verdankt sie u.a. auch einer Band aus dem Sektor. Die Donots aus Ibbenbüren betreiben in Japan eine Label namens "The Solitary Man" und darauf veröffentlichen seit letztem Jahr auch Placebo.
Fröhlicher Gute-Laune-Pop aus England. Das Trio hat mit "Choices" einen Song abgeliefert, der es sich sofort im Ohr gemütlich macht und da so schnell nicht mehr raus geht. The Hoosiers sind Spezialisten für solche Ohrwürmer, der Radio-Hit "Worried About Ray" vor drei Jahren spielte in der gleichen Liga. Jetzt melden sich Irwin, Martin & Alfonso a.k.a. The Hoosiers mit dem neuen Album "The Illusion Of Safety" zurück, das im August erscheint. Die Jungs scheinen übrigens große B-Movie Fans zu sein, denn in ihren Videos kämpfen sie gerne gegen plötzlich auftretende Gefahren. War es bei der Debüt-Single damals eine grüne Zyklopenfigur, ist es bei der neuen Single "Choices" eine chinesische Gangsterbande. Nach dem die Kampfaufgaben im Video gelöst sind, gehen sie in ihrer Heimat England den ganzen Sommer auf Tour.
Die Band aus der hübschen Stadt Gent in Belgien gibt es zwar schon über zehn Jahre, aber noch nie haben sie so einen schönen Song geschrieben, wie die neue Single "Envoi". Sommerleichter Gitarrenpop mit einer Mitsumm-Melodie, offiziell bezeichnen Absynthe Minded ihr Musik als Mischung aus Rock, Jazz, Pop und Folk. Als Envoi bezeichnet man in der Popmusik auch eine kurze Strophe am Ende des Liedes. Grundlage für den Song war ein Gedicht des flämischen Poeten Hugo Claus, einem der bedeutendsten belgischen Schriftsteller der Nachkriegszeit. Die Idee von Absynthe Minded-Sänger Bert Ostyn ein flämisches Gedicht ins englische zu übersetzen, war eine gute, denn die Nummer war Platz 1 in Belgien und erreichte Goldstatus. Ab 6. August gibt es den Hit auch bei uns.
Stand: 19.07.2010
