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1LIVE-MODERATOREN
Mein Job bei 1LIVE:
Ich räume gerne auf! Daher bin ich sehr froh, dass ich eine
Anstellung bei 1LIVE gefunden habe. Es gibt immer viel
aufzuräumen. Die Kolleginnen und Kollegen wissen, worauf ich
stehe, und lassen daher für mich die ganze Woche über
immer viele Kaffeetassen, leere Weingummitüten, Pizzakartons
und Alluschalen im Studio liegen. Ich räume freitags nach 24
Uhr alles weg und gehe danach entspannt und mit dem Gefühl,
etwas Sinnvolles getan zu haben, ins Wochenende. Vor meiner
Aufräumaktion umfasst meine Arbeit diverse
Tätigkeitsfelder. Dazu gehören vor allem: - Bücher
lesen (während der Woche) - Einreden auf DJ Larse in
"Klubbing" am Freitag (früher Abend) - Gäste
persönlich begrüßen im Salon am Freitag
(später Abend) - Reden mit Schriftstellern im Salon am Freitag
(später Abend) - Außendienst mit ähnlichen
Tätigkeiten (einmal monatlich) Ich engagiere mich
außerdem in unserer betrieblichen Arbeitsgruppe "1LIVE
Kunst". Da ich mich sehr für moderne Technik interessiere
und dort neben Kultur das Internet eine große Rolle spielt,
blühe ich dort richtig auf. Einmal im Jahr, am 24. Dezember,
bekomme ich eine besondere Aufgabe: Alle anderen Kollegen feiern
Weihnachten und ich halte ganz alleine die Stellung im Sender als
"Der einsamste DJ der Welt". Inzwischen ist es eine der
ältesten Weihnachtsshows der Welt und Hörer schreiben mir
aus allen Teilen der Welt. Also, so oft wie hier jetzt schon das
Wort "Welt" gefallen ist, daran merkt man doch, dass das
echt eine Arbeit von Weltformat ist, oder? Insgesamt bin ich mit
meiner Arbeit bei 1Live sehr zufrieden, weil sie abwechslungsreich
ist und meistens sehr viel Spaß macht. Mit vielen Kollegen
verstehe ich mich sehr gut, und gelegentlich unternehmen wir in der
Freizeit etwas miteinander. Auch Freundschaften sind über das
normale Arbeitsverhältnis hinaus entstanden.
Woher ich komme:
Ich lebe in Bochum. Eine faszinierende Stadt mit atemberaubender
Architektur, einem tollen Weihnachtsmarkt zum Jahreswechsel und
einem Angebot an Imbißköstlichkeiten, das so wohl
einzigartig auf der Welt ist. Eine besondere Attraktion ist unser
Fußballverein! Spannung wird bei den Spielen nicht immer
groß geschrieben, aber zum Saisonende versteht es die
Mannschaft immer wieder, die Fans in große Aufregung zu
versetzen und emotionale Feuerwerke zu zünden. Bei den
Begegnungen gegen unsere Nachbarstadt Dortmund trage ich immer an
jedem Handgelenk einen Schal. Wenn ich dann mit den Armen rudere,
ist das auch so eine Art von Feuerwerk! Geboren wurde ich in den
USA, aber eine Heimat sind sie mir nicht geworden. Bochum hat ganz
einfach mehr zu bieten. Ich habe auch einen Großteil meiner
Kindheit in Wulfen-Barkenberg verbracht - das ist ein Stadtteil von
Dorsten. Dort hat es mir auch sehr gut gefallen, allerdings wird
dieses einstmals ambitionierte Wohnprojekt der 70er Jahre Schritt
für Schritt wieder abgerissen. Daher kann ich dorthin nie
wieder zurückkehren.
Mein Weg zu 1LIVE:
Ja, es gab eine Zeit, da war ich etwas orientierungslos. Ich ging
nur selten zur Uni, schrieb für verschiedene Zeitschriften und
als das Geld ganz knapp wurde, musste ich Teller in der Küche
eines spanischen Restaurants waschen. Dort stand ein kleines,
altmodisches Kofferradio und ich träumte von einem anderen
Leben: einem Leben zusammen mit den netten Menschen, die dort
quasselten und tolle Musik spielten. Am nächsten Tag rief ich
bei 1LIVE an, und man lud mich ein. Ich musste nie wieder
zurück in die Küche, in der es sehr heiß war und
stark nach Olivenöl und Fischspezialitäten duftete.
Der erste Song, zu dem ich getanzt habe /
Meine erste CD:
Zuerst getanzt: Barry White - What
Am I Gonna Do With You
Erste CD: Stone Roses -
Stone Roses
Mein prägendstes
Konzerterlebnis:
The Gun Club /
Zeche Bochum
Mein Soundtrack fürs
Leben:
Black Dog Productions: Bytes
(Album)
Suede: Everything Will Flow (Song)
Madonna: American Pie (Song)
Meine Jugendsünde:
Ich habe zwischen meinem 13. und 14. Lebensjahr so getan,
als wäre ich ein Jamaikaner... ungefähr so, wie Gentleman
das immer noch macht. Das war nicht nice!
Mein schlechtester Witz:
Er ist geklaut und ursprünglich vom legendären
Waterkant-Komiker Fips Asmussen. Also, er geht so: Ich treffe einen
Bekannten und frage: "Warst Du beim Friseur?" Er guckt
erstaunt und fragt: "Ja, wieso?" Ich sage: "Den
Prozess gewinnst Du!"...
Stand: 04.01.2007
